Die Eskapistin

Ich leide unter post-adoleszenter Bettverlustangst

In Deinen Armen, in denen ich liege

24 Kommentare

Seitdem mich ein Freund am Freitag beim Kaffee in der Sonne fragte, warum ich nicht promiskuitiv leben würde, muss ich darüber nachdenken. Muss ich mich dafür rechtfertigen, dass ich nicht ständig irgendwo eine Affäre habe, abends nicht weggehe, um jemanden aufzureissen? Eigentlich nicht. Und trotzdem habe ich manchmal das Gefühl, dass ich es tun muss. Damit niemand denkt, ich wäre latent lesbisch oder langweilig (was ich in der Beziehung auch wahrscheinlich absolut bin); oder ich würde es nicht schaffen, jemanden abzuschleppen. Aber morgens um fünf auf nem Stadtfest würde auch ich das wohl hinbekommen (kein fishing for compliments und auch kein Selbstmitleid. Eine Feststellung).

  • Sex ist körperliche Nähe ist Nähe. Mir wurde einmal vorgeworfen, ich hätte ein Problem damit. Das ist so nicht wahr: Nähe mit den richtigen Menschen ist kein Problem; dies hat aber was mit Vertrauen zu tun, mit dem Gefühl von verstanden und angenommen zu werden. Hierfür muss ich jemanden kennen – und das ist ein Prozess, der sich in meiner Welt nicht zwischen zwei Bier (oder drei) abspielt.
  • Dazu kommt, dass ich es ekelig finde, wenn ich weiss, dass der andere auch schon bei vielen anderen überall war (ich möchte das hier gerne jugendfrei halten, aber ich hoffe, alle wissen, was ich meine) – und was Du nicht willst das man Dir tu, das füge auch keinem anderen zu. Natürlich gibt es Duschen, mehr als eine Garnitur Bettwäsche für jeden und so weiter, aber: da habe ich ein Problem.
  • In ganz tiefem Herzen bin ich vielleicht doch ein Mädchen und glaube an die große Liebe: voller Nähe, Vertrauen und ganz viel Kitsch. Mit so damienricetomtejanoveottesenmäßigen Auswüchsen („man fühlt sich als habe man die Liebe erfunden..“) und rosarot – aber nicht weiter verraten! Das mag total bescheuert sein, ja. Aber irgendwie lässt sich das mit promiskuitivem Leben nicht vereinbaren. Bei mir nicht. Und verurteilt möchte ich hiermit auch niemanden haben.
  • Fragt mich also nicht wieder, warum ich nicht promiskuitiv bin. Bin ich nicht. Nicht „bin ich einfach nicht“. Denn einfach ist das auch nicht immer. Ansprüche und so.

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    24 Kommentare zu “In Deinen Armen, in denen ich liege

    1. Nein, nein, nein! Das solltest du auch nicht werden! Irgendwann merkt (hoffentlich) jeder mal, dass das alles hohl ist.

      Und nicht die Hoffnung aufgeben und keine Kompromisse, irgendwann wird es genau so werden, wie du es träumst! 🙂

    2. helfe mir bitte verstehen: kennenlernen zwischen 2 bier verstehe ich, aber wenn du dann schreibst, daß du das ekelig findest wenn derjenige schon mit vielen anderen zusammen war, heißt das daß du den dann gar nicht näher(!) kennenlernen willst? weil du denkst, daß der dann schmutzig ist (das mit dem duschen und der bettwäsche alarmiert mich da etwas)? weil du denkst, daß du nur ne weitere nummer bist?

      wenn dich etwas gar nicht oder nur wenig stört, dann ändere auch nichts, aber wenn es dich so sehr stört, daß du nicht mehr damit leben kannst, dann solltest du reagieren (passt zwar nicht auf deine situation, aber so war das bei mir mit dem rauchen).

      die große liebe ist ganz toll! das hab ich mir jedenfalls sagen lassen. aber auch ohne ist es schön jemanden näher an sich ranzulassen. muss ja nicht ganz nah sein (jugendfrei).

    3. Frauen, die bei jeder Party jemanden mit nach Hause nehmen, sind eh komisch. Das muss man also wirklich nicht machen. Und selbst die wünschen sich wie jeder Mensch irgendwann einfach nur Nähe und Regelmäßigkeit, Bindung und Vetrtrauen und sowas. Mal eben so nach drei Bier ist vielleicht für einige eine Befriedigung aber auf die Dauer macht das eh nicht glücklich.

      Und welcher Kerl will mit einem Mädchen zusammen sein, die eine seeeehr lange Liste hat?! Wollen sich die Männer nicht erst einmal austoben und nehmen dann jemanden, der sich vorher eher zurückgehalten hat? War bisher auf jedenfall immer meine These. Ob es sich bestätigt, keine Ahnung. Aber daran zu glauben ist toll. Also weniger ist mehr. Und sich überhaupt dafür rechtfertigen zu müssen und sowas gefragt zu werden ist eigentlich auch schon recht dreist. Jeder ist so wie er ist und das ist gut so!

    4. naja, sagen wir bis 20 isses recht egal wer einem da so ins bett kommt. da gehts dann mehr um wissen aneignen… und da sind menschen mit langen listen vielleicht von vorteil. irgendwann muss mans ja mal lernen. aber dann… wer dann noch haeufig wechselnde bekanntschaften is entweder krankhaft oder laesst sich ausnutzen oder hat irgendwelche kranken anderen gruende um sich nicht binden zu muessen/koennen…

      niemand kauft die kuh wenn er die milch auch gratis haben kann.
      das vergessen die meisten sprunghaften menschen darueber meist.

    5. ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie kommt mir die diskussion sehr verspannt vor.
      es geht doch weder um mann oder frau, noch um gut oder böse.
      nicht jeder mann will sich austoben – nicht jede frau die mit vielen männern kopuliert ist eine schlampe.
      es gibt eben solche und solche. was einem nicht passieren sollte ist, dass man meint gelegenheiten zu verpassen, nur weil man meint sex mit fremden/weniger bekannten menschen schlecht finden zu MÜSSEN.
      wenn jemand solo ist und findet wen attraktiv….warum dann 3 wochen warten? schief gehen kann das ja eh immer, egal wann man sex hat.
      auf der anderen seite ist alles so sexualisiert, dass der stellenwert schon untergeht. aber am ende ist es doch so, dass man einfach nach einer weile eben ein bedürfniss hat. und nein, nicht nur männer, auch frauen. und warum dem nicht nachgehen? ohne bier, mit bier, völlig gleich?
      solange man freiwillig viel/wenig/gar nicht sexuell verkehrt ist doch alles fein.
      irritiert hat mich aber auch das mit dem „schmutzig“.
      sex ist ja nicht gleich schmutzig oder beschmutzend und ein mensch, der mit 20 oder 30 oder 50 menschen schläft auch nicht.zumindest nicht zwingend.
      liberaler mist aber bei thema ist das glaube ich so.

    6. @supersonic: 2 fragen habe ich an dich.
      1. Du kommst nicht ausm Norden Deutschlands, oder?
      2. Hast Du schonmal überlegt in die Politik zu gehen?
      wenn du so überzeugend redest wie du schreibst, dann würd ich dich sicher wählen!

    7. @ schoppi:
      1. haha. geboren in hamburg, jetzt aber im pott.
      2. in einer partei ja, aber generell sind meine meinungen nicht mehrheitsfähig und ich nicht kompromissbereit. das verbietet einem in die politik zu gehen. außer ich werde direkt chef.

      @anja:
      wo ich das gerade noch einmal las:
      ich kann mir nicht helfen, aber ist es nicht ein etwas angestaubtes bild, dass männer sich austoben müssen und frauen mit langer liste keine männer kriegen?
      mir ist bei einer frau immer egal gewesen, ob vorher 50 oder 100 oder 2 mit ihr „zusammen“ waren.
      bei mir fängt doch alles dann bei 0 an.
      und warum sollte ich bei einer frau andere maßstäbe nehmen als bei mir selbst? gleichberechtigung schließt doch auch einfach mal aktzeptieren des anderen mit ein.
      (keine kritik, nur das mit „männer austoben“ und „fraue mit langer liste will keiner“ störte mich doch etwas)

      @daniel:
      krankhaft? mehr als 20?
      das ist ja mittelalter.
      wenn man pro jahr single sein, und viel weggehen mit 4 menschen schläft [Quote: alle 3 monate einer [nicht viel!!!], ist man nach 5 jahren als singe – zwischen 16 und 35 [als alter mal angenommen]und nicht am stück – schon krank. wenn dann, eventuell, noch 2 beziehungen dazwischen sind, ist man schon klinisch krank?
      also naja, sowas finde ich arg zweifelhaft 😉

    8. Ich mein ja nur, wenn sie nicht rumv***ln will, dann soll sie kein schlechtes Gewissen habe. Ist doch schon die bessere Variante. Für die alten Werte undso! 😉

    9. natürlich nicht. gott [oder wer auch immer] bewahre, ich will doch keine werbung für rumtreiberei machen. nur das abwertende über die, die zahlen jenseits der 20 haben…das war mir zu einseitig.

    10. Bei dem Thema muss wohl jeder selber entscheiden, wo er seine Maßstäbe setzt. Ich für meinen Teil bin da einfach mal total spießig und gebe es auch zu. Je nach dem wo man wohnt, hat man einfach bald den Ruf nach Dorfmatratze oder so weg. Bin in Kleinstadt aufgewachsen und hab gesehen, was das für Auswirkungen hat. Menschen sind nicht nett bei sowas. Und in Kleinstadt war es eben häufig so, dass die Jungs erstmal die bekannten Mädels mit dem besonderen Ruf genommen haben, um sich Wissen anzueignen, und wenn man mal später geschaut hat, wer dann geheiratet wurde…Ich verurteile niemanden, der mit was weiß ich wievielen „zusammen“ war. Meine beste Freundin ist da auch nicht besser. Aber meine Welt ist das nicht. und ich glaube, dass es in der Gesellschaft doch eher noch die Meinung verbreitet ist, dass Frauen eher weniger haben sollten und bei Männern es egal ist.
      Was man selbst für ne Einstellung dazu hat, hängt einfach von der Umwelt ab, in der man aufgewachsen ist. Erfahrungen prägen.

    11. ich meine ja auch nich es sei krankhaft wenn man viele hat. ich meinte eher krankhaft sexsuechtige menschen. also als wirkliche krankheit.
      und die 20 is in jahren gemeint, nich mit sexualpartner. da gibts fuer mich nich irgendwie ne zahl ab der ich sagen wuerde: hey, das waere ne zahl ab der ich nich mehr mit der person schlafen wuerde. irgendwann kommt bei den meisten einfach der punkt an dem sie was festes wollen. nesttrieb des menschen!
      bei manchen vor 20 bei manchen nach nach 50jahren. was auch immer.
      und wer mit 50 noch wechselnde partner hat, sich nicht binden kann oder will, hat meist schon sowas wie bindungsangst. das muss ja nichts schlimmes sein. gibt halt verschiedene lebenskonzepte 🙂

      aber jeder mensch moechte was besonderes sein, darum gehts hier ja eigentlich glaube ich. man moechte nich irgendeine nummer sein. oder so behandelt werden. romantik bei one-night-stands und so 🙂

      und anja hat recht, in kleinstaedten ist es schwer seinen sexualtrieb auszuleben und zugleich nicht von der boesen gesellschaft abgestempelt zu werden. da kann das durchaus da auch schwere gesellschaftliche folgen haben. zum beispiel nimmt dich keiner mehr ernst oder stellt dich ein oder sonstwas. jeder graebt dich an, weil er gehoert hast das du leicht zu haben bist und nicht weil er wirklich an dir interessiert ist. keiner will wirklich mit dir zusammensein weil viele sexualpartner leider gleichgestellt wird mit untreue. das macht das finden eines partners alles nich einfacher. is der ruf erst runiniert… gut das wir alle in groesseren staedten wohnen.

      jetzt weiss ich selbst nich mehr was sich eigentlich schreiben wollte.
      mir waere es egal der wievielte ich bin, solang das ganze dann auf ne laengerfristige beziehung rauslaeuft und der partner treu is.

    12. also das mit dem dorf….
      es stimmt das ich nie auf dem dorf war. es ist mir auch irgendwie ein greuel. wenn ich das schon höre…
      aber moralisch war ich auch nie an das gebunden, was andere denken…so what.
      klar, wenn jemand [und ich sage extra nicht mann oder frau] mit vielen leuten rummacht, dann hat man vielleicht einen ruf. aber bei was für menschen?
      und ich kann dem „bei männern ok – bei frauen schlampe“ konzept nichts abringen. das wollte mir noch nie in den kopf.
      das frauen wie männer sex wollen – wer bezweifelt das?
      am ende steht vielleicht ja wirklich: jedem seine meinung, aber ich finde es eher gut wenn menschen einfach das tun, wonach ihnen ist und sich auch als single von zeit zu zeit wärme und nähe – auch für eine nacht – nach hause holen. finde ich besser als beziehungen anzufangen, nur um zu überbrücken, das man gerade mal nicht alleine sein wollte. lieber eine nacht zu zweit und wieder alleine oder?
      aber das ich als mann bei der differnzierung in „hecht“ und „dorfmatratze“ relativ geschockt bin finde ich eigenartig.
      aber vielleicht ist das wirklich die sozialisation.
      ich wollte eigentlich auch gar nicht so viel sagen, es stört mich einfach das geschlechterbild und das die menschen die viele partner hatten, auch gleich als suchende und irgendwie armselige menschen abgestempelt werden, denn das ist humbug.
      ich glaub jetzt habe ich alles gesagt. verzeihung für die länge.
      und jetzt werde ich tagelang über mein bild von mann und frau nachdenken müssen. verdammt.

    13. hui, hui, brisantes thema wie mir scheint. aber auch wenn da schon viel zu geschrieben wurde, ich muss da auch nochmal was zu sagen.

      erstmal finde ich irgendwo, dass kesro, anja und auch ich in unseren beziehungen da leicht reden haben, weil wir unsere bedürfnisse ohnehin jederzeit und „gesellschaftsfähig“ stillen können. warum sollten singles das nicht tun bzw dafür dann direkt abgewertet werden?

      ich will hier weder die promiskuität noch das ewige warten auf den einen partner befürworten – ich persönlich glaube, die mitte macht’s, aber das tut hier auch nichts zur sache. warum kann nicht jeder einfach tun und lassen wie er und SIE will? da kann dann jeder seine konsequenzen draus ziehen, zumindest für den fall, dass man dann nichts mehr mit so einem „schmutzigen“ menschen zu tun haben will. aber das zu verurteilen bzw anderen menschen vorschreiben zu wollen, was der einzig wahre und richtige lebensweg ist?? finde ich ehrlich gesagt ein bisschen anmaßend. (und dazu gehört auch, dass ich es bescheuert finde, einen menschen zu fragen, warum er/sie nicht etwas promiskuitiver lebt – um an den ausgangspunkt zurück zu kehren). es gibt dabei einfach kein richtig oder falsch, es gibt sicherlich menschen die in der rumf***erei kompensation für irgendwelche psychische komplexe suchen, aber – ich versichere euch! – es gibt auch solche, die manchmal einfach nur lust auf schönen schmutzkram haben, ganz unkompliziert, ohne beziehung und langes nachspiel.

      was mich aber wirklich ganz extrem stört sind solche aussagen wie „Wollen sich die Männer nicht erst einmal austoben und nehmen dann jemanden, der sich vorher eher zurückgehalten hat? …daran zu glauben ist toll“. ey hallo, wo (bzw wann) leben wir denn?? meinetwegen ist das auf dem dorf so, keine ahnung. das heisst aber noch lange nicht, dass man das gut finden muss bzw es auch noch unterstützt – das sind gesellschaftliche zwänge, die nichts mehr mit freiem willen oder so zu tun haben. soll frau wirklich jahrelang ihre bedürfnisse zurückstellen bis die männer aus ihrem dorf sich bei den „schlampen“ ausgetobt haben und sich dann mir unbeflecktem ding zuwenden? ist das wirklich der „richtige“ weg (und vor allem – will ich solche typen???)? eva herman lässt grüßen.

    14. Hmm ja, das kann man schon so sagen, aber in meiner Single-Zeit bin ich auch nicht rausgegangen und hab mir jemanden gesucht, weil ich es mal dringend nötig hatte oder so 😉

      Und ich finde es bei Männern und Frauen gleichermaßen irritierend, wenn sie schon sehr viele Sexualpartner hatten. Zum einen wegen des „Nummer-Seins“ und zum anderen, weil der andere dann anscheinend eine relativ geringe Hemmschwelle hat, sich seiner Kleidung zu entledigen 😉

    15. nein, nein, so meinte ich das auch nicht. ist halt auch ne typ-sache. wollte sagen: wenn du es getan hättest, wäre daran nichts falsches oder schlechtes gewesen.

      und irritierend bzw verwunderlich fände ich es sicherlich auch. allerdings auch, wenn’s um 0-3 geht. da würde ich mich (und ihn) bei was festem halt fragen woher’s kommt und dann mal sehen ob ich damit leben kann 😉 ist halt ne persönliche sache und ich finde es einfach daneben, anderen leuten vorschriften machen zu wollen.

    16. Das Thema hat ja mal extreme Auswirkungen auf die Kommentarfreude hier 🙂

      Hab meine Meinung ja schon preisgegeben, aber wollte nur eins richtig stellen hier bevor ihr alle denkt ich lebe noch im Mittelalter.

      Die Aussage „Wollen sich die Männer nicht erst einmal austoben und nehmen dann jemanden, der sich vorher eher zurückgehalten hat? …daran zu glauben ist toll“ war für mich in dem Sinne gemeint, dass es Singletypen, die nicht von dem Tyo „Hallo hier bin ich und ich nehme mir was ich will“ sind und irgendwann eher deprimiert aus der Wäsche schauen als ihre Bedürfnisse gestillt zu haben, vielleicht so ein kleiner Irrglaube ganz gut ist für die Seele. So in dem Sinn „Irgendwann ist auch meine Zeit gekommen“. Mir hat es über nicht so tolle Singlezeiten hinweg geholfen.

      Natürlich sollen auch Frauen das Recht haben ohne Vorurteile auch mal das zu machen, was sie wollen. Natürlich soll auch Urteilsmäßig Gleichberechtigung herrschen. Es wäre schade, wenn es nicht irgendwann so wäre. Aber in den Köpfen ist es häufig noch anders und ich kann mich selbst nicht davon lossagen, dass ich teilweise unbegründete Vorurteile habe, nicht nur bezogen auf das Thema hier. Aber das führt alles zu weit. Schluss und Punkt.

    17. Ohje, mit so einer Diskussion habe ich nicht gerechnet. Ich denke aber, dass ich einige Dinge klar stellen sollte:

      1. Ich spreche nicht davon, dass man keine wechselnden Beziehungen haben darf: es geht um wechselnde Sexualpartner in kürzester Zeit. In der Diskussion, in der mir die Frage gestellt wurde, ging es um acht in wenigen Wochen.

      2. Sex ist nicht schmutzig (nur, wenn er gut gemacht ist. Kalauer). Es geht mir darum, dass ich es ekelig finde, wenn man extrem wechselnde Partner hat. Wir sind fast alle Mitte Zwanzig und Dreissig und definitv aus dem Alter raus, wo man keinerlei Erfahrung hat.

      3. Auch ich bin nicht immer ein Unschuldsengel. Das ist normal. Aber ich gehe weder damit hausieren, noch habe ich es als Lebensziel.

      4. Besonders der Schoppi war wegen meiner Bettwäsche-Sache alarmiert. Aber ich habe eher weniger Lust, mit einem Mann in seinem Bett zu liegen und zu wissen, dass ungefähr schon fünf andere Frauen in genau dieser Bettwäsche (ungewaschen versteht sich) mit ihm lagen.

      5. Kennenlernen schon. Aber ich bin keine Nummer. Ich bin Ulrike. Und auch wenn ich oft daran zweifel: ich bin mir für eine bloße Nummer zu viel wert.

      6. Wer mich kennt weiss, dass ich keinen Unterschied zwischen Mann und Frau in solchen Diskussionen mache. Männer und Frauen sollten einfach das gleiche Recht auf ihre Lebensgestaltung haben. Nur ist das Modell „Dorfmatratze“ meins nicht.

      4. Supersonic muss Politiker werden. Ja. Solange er mich aber nicht wirbt, gibt es meine Stimme nicht.

    18. Schade, ich dachte wenn es mich mal nach Oldenburg verschlägt brauch ich nur klingeln 🙂

      Spass beiseite: Wer Sex ohne Liebe hinkriegt, der/dem sei es gegönnt. Ich kanns auch nicht – und einige Jahre hab ich mich gefragt, was mit mir nicht stimmen würd. Aber irgendwann findet man sich damit ab, so zu sein wie man ist, und dann fühlt man sich auch seltsam unbeschwert, weil solche Fragen eben nicht mehr als ein müdes Lächeln hervorrufen.

      Interessantes Thema, wie ich an den >15 Kommentaren seh *g*.

    19. @ truetigger: ich bestehe darauf, dass du klingelst, wenn du in ol bist! ich mache auch auf und koche dir einen echten ostfriesen-tee!

    20. Übrigens, noch einen Nachtrag zu dem Thema „Frauen mit langer Liste“ – prinzipiell ist es egal, wieviel Männer die Frau schon hatte, ob 5 oder 50 oder 150 (wobei mich das eher nervös machen würd, weil bei 150 Vergleichen werd ich nicht in den Top-5 landen) – mein Bild über Liebe und Gefühle ändert das nicht im Geringsten.

      Aber eine Frau, die überhaupt keine Erfahrung in Sachen Sex hat, da wär ich dann schrecklich verspannt – eine Frau, die weiss was sie will ist mir da wirklich viel viel lieber.

    21. ich rede ja auch nicht von keiner erfahrung. ich bin auch der festen überzeugung, dass erfahrung nicht nur durch die menge bestimmt wird, sondern auch durch die gefühle, die mit im spiel sind. was bringt es, wenn ich mit 300 männern im bett war, aber nicht weiss, was es bedeutet, gefühle für nur einen von ihnen gehabt zu haben?!

    22. um die liste nicht noch weiter zu verlängern, gebe ich meinen kommentar morgen beim essen ab. vor allem zu den letzten 4 einträgen muss ich etwas loswerden.

    23. ich war nicht wegen der bettwäsche alarmiert, sondern hatte durch deine aussage nur den verdacht, daß du vielleicht angst hast krank zu werden oder dreckig zu sein wenn du mit jemandem zusammen bist, der sexuell variabel aktiv ist. wenn du sagst, daß es dich ekelt wenn du weißt, daß jemand „überall“ war hßt doch, wenn du dich mit demjenigen abgeben würdest hättest du angst dich zu infizieren, dreckig zu werden o.ä. so habe ich das verstanden, und das finde ich doch sehr beängstigend. das kann schnell in zwängen enden.

    24. @julia: Du hälst es aber lange ohne Essen aus. 🙂

      Allgemein sind die Kommentare zu dem Thema recht spannend und zeigt, dass irgendwie jeder bei der Geschichte spontan andere Gedanken hat.

      @Ulrike: Ich hatte ehrlich gesagt bei „gar keine Erfahrung“ gar nicht an DICH gedacht, sondern es war nur bei der Aussage „mir ist eigentlich egal, wieviel Männer eine Frau schon hatte“ nur eingefallen, dass es die Grenze 0 gibt – denn DAS ist mir nicht egal. Vielleicht gibt es auch eine Grenze nach oben, so genau hab ich darüber nie nachgedacht, weil mich das an einer Frau so ziemlich als letztes interessiert: selbst keusche Frauen können fiese Schlangen sein *g*.

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