Die Eskapistin

Ich leide unter post-adoleszenter Bettverlustangst


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Der bessere Mensch

Vor einiger Zeit war ich schlecht gelaunt. Nun, das bin ich häufiger mal. Aber es hatte mich schwer erwischt. Ich hatte kalte Füße, meine Augen waren müde und an der Supermarktkasse standen gefühlte 83 Menschen vor mir. Und während ich dort so stand, ob der Länge der Schlange mitten im Laden, fragte mich eine Frau, ob sie wohl eben an mir vorbei könnte; nicht in der Schlange, einfach nur auf die andere Seite des Geschäftes, das durch die Kunden geteilt war. Einen Schritt zurück hätte ich nur gehen müssen, stattdessen grummelte ich und ließ mir Zeit. Viel Zeit. Und verdrehte die Augen. Weiterlesen

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Mädchen Mädchen

Die vergangenen Tage habe ich ein wenig in Fashionblogs gelesen, weil sie mir aus nicht mehr recherchierbaren Gründen ins Blickfeld gerieten. Theoretisch mag ich die Idee von Modebloggerinnen, praktisch schaffen es nur Wenige, dass man ihre Seiten aus positiver Faszination wieder einmal besucht. Die meisten Modebloggerinnen bieten mittlerweile ja nicht mehr nur Kleidung an, sondern auch so Do-it-Yourself-Dinger, wie Blumen richtig in eine Vase stellen und Ostereier dawanda-tauglich aufhübschen (und auch hier gibt es wieder einmal nur wenige positive Ausnahmen).  Weiterlesen


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Entschuldigung – kennen wir uns?

Der Leipziger Freund und ich schicken uns jeden Tag eine Frage und beantworten diese. Sicherlich: Hin und wieder gibt es keine Frage, weil man nicht da ist, erst spät abends nach Hause kommt oder beim Ersinnen der Frage plötzlich einschläft. Meist holen wir das aber nach und stellen Fragen wie „Milchreis oder Grießbrei?“, „Ein Tag, Geld egal: Was machst Du?“ oder „Brötchenhälfte: oben oder unten?“. Weiterlesen


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Mehr möchten, weniger sollen

Was ich jeden Freitag brauche, will, möchte und bekomme: Ofenkäse.

Was ich jeden Freitag brauche, will, möchte und bekomme: Ofenkäse.

Der Leipziger Freund hat eine Regel: „Sag nie ’soll'“ sagt er mir immer dann, wenn ich „Soll ich Kuchen mitbringen?“, „Soll ich gegen 15 Uhr kommen?“ oder „Sollen wir dann abends Ofenkäse essen?“ frage. Manchmal finde ich das nervig. Weil „Soll ich“ mir zum einen die Entscheidung abnimmt, ob ich nun Kuchen backe oder nicht – und mir zum anderen die Hoffnung macht, dass das Gegenüber freudig „Ohja, ich liiiiebe Deinen Kuchen und würde mich unbändig freuen“ ausruft. Ich bin auch nur eine Narzisstin im Pelz einer schüchternen Brünetten und so empfinde ich besonders das „zum anderen“ als Balsam für mein Ego.  Weiterlesen


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#mutmachparade: Zwei Treppenstufen auf einmal

Ich habe vor einiger Zeit schon einmal über Mut geschrieben. Und darüber, dass das, was wir Mut nennen, nur von Außen wie Mut aussieht. Oftmals ist es aber nur das Einzige und das Letzte, was uns übrig bleibt. Weil es keine andere Möglichkeit gibt und wir wissen: Wenn wir uns jetzt fallen lassen, dann stehen wir nicht mehr auf, bleiben am Boden sitzen, die Beine umklammert, die Wand anstarrend. Weiterlesen