Die Eskapistin

Ich leide unter post-adoleszenter Bettverlustangst


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Mädchen Mädchen

Die vergangenen Tage habe ich ein wenig in Fashionblogs gelesen, weil sie mir aus nicht mehr recherchierbaren Gründen ins Blickfeld gerieten. Theoretisch mag ich die Idee von Modebloggerinnen, praktisch schaffen es nur Wenige, dass man ihre Seiten aus positiver Faszination wieder einmal besucht. Die meisten Modebloggerinnen bieten mittlerweile ja nicht mehr nur Kleidung an, sondern auch so Do-it-Yourself-Dinger, wie Blumen richtig in eine Vase stellen und Ostereier dawanda-tauglich aufhübschen (und auch hier gibt es wieder einmal nur wenige positive Ausnahmen).  Weiterlesen


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Entschuldigung – kennen wir uns?

Der Leipziger Freund und ich schicken uns jeden Tag eine Frage und beantworten diese. Sicherlich: Hin und wieder gibt es keine Frage, weil man nicht da ist, erst spät abends nach Hause kommt oder beim Ersinnen der Frage plötzlich einschläft. Meist holen wir das aber nach und stellen Fragen wie „Milchreis oder Grießbrei?“, „Ein Tag, Geld egal: Was machst Du?“ oder „Brötchenhälfte: oben oder unten?“. Weiterlesen


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Superlativierung

Schön. Einfach nur schön.

Schön. Einfach nur schön.

Ich habe einst für ein Nachrichtenportal gearbeitet, dessen formuliertes Ziel es war, durch waghalsige Überschriften möglichst viele Leser einzufangen und ihnen durch immer neue Superlative weitere Klicks zu entlocken. Damals, also vor wenigen Jahren, begann ich, eine Abneigung gegen Superlative zu entwickeln. Nicht einmal die Bäckerin meines Vertrauens und ihr „einzigster“ hatten das geschafft, was ungezählte Bildstrecken zu superlativesken Hotels, Kuriositäten und Regierungsformen dann innerhalb weniger Monate erreichten. Weiterlesen


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Die Schublade

Wer wohl in der Schublade liegt?

Wer wohl in der Schublade liegt?

Meine Socken liegen in der obersten linken Kommodenschublade, die Bettwäsche rechts unten. Meine Eierlöffel liegen ganz vorne in der obersten Küchenschublade, Muffinförmchen stehen im rechten Küchenschrank. Ich bin eine Chaotin, aber auch ich habe Orte für Dinge, damit ich sie schneller finde. Schubladen sind praktisch, Schränke auch – nicht nur deshalb, weil man das Chaos in ihnen verschwinden lassen kann und dennoch alles ordentlich aussieht. Von Außen. Auf den ersten Blick. Für Besucher. Weiterlesen


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Das Casting

Entschleunigung. Aber bitte mit Platz 1 als Ende.

Entschleunigung. Aber bitte mit Platz 1 als Ende.

Gestern Abend lag ich im Bett und suchte Unterhaltung im Docutainment. Während ich mich durch die Angebote der diversen Sender klickte, hatte ich nur die Wahl zwischen Casting-Show und Casting-Show. Wir sind eine Casting-Gesellschaft geworden, die ständig Menschen sucht. Für Unterwasser-Model-Wettbewerbe. Für Musicals. Für Deutschland, weil wir keine Superstars haben. Wir suchen Models. Gärtner. Designer.  Weiterlesen