Die Eskapistin

Ich leide unter post-adoleszenter Bettverlustangst


8 Kommentare

Was bleibt

In den vergangenen drei Monaten ist erst mein Opa gestorben, dann der Opa meines Freudes. Zweimal saßen wir dort und mussten Abschied nehmen, wie man so sagt. Wobei man nicht wirklich Abschied nimmt, weil vielleicht die Person weg ist, nicht aber das, an das wir uns erinnern, was die Person für uns ausmachte. Da ist noch so viel: Gespräche, die man hätte führen sollen, Fragen, die gefragt hätten werden müssen, Lachen, das hätte gelacht werden sollen. Vor allem das. Weiterlesen

Advertisements


Hinterlasse einen Kommentar

Label

Klein-Ulrike. Label: Schrecken der Straßen Ostfrieslands

Klein-Ulrike. Label: Schrecken der Straßen Ostfrieslands.

Vor mehr als drei Jahren schrieb ich schon einmal über Label. Es ist ein Thema, das mich ziemlich häufig beschäftigt. (Den Artikel Sich selbst neu erfinden gibt es hier) Weil man meist nicht man selber sein möchte, lieber irgendjemand anders. Jemand, der im Kopf weniger chaotisch ist, fluffigeres Haar hat und nicht ständig sein Vorderlicht fürs Fahrrad vergisst. Das ist natürlich gar nicht so leicht, weil es Eigenarten und Dinge an uns gibt, die man nicht ändern und nur akzeptieren kann.  Weiterlesen


2 Kommentare

Der Muttertag

Klein-Ulrike mit der Geburtstagsmutter.

Klein-Ulrike mit der Geburtstagsmutter.

Als meine Mutter so alt wie ich war, da hatte sie bereits drei Kinder. Ich war 14 Jahre alt und ein pubertierendes Greuel, mein kleiner großer Bruder war zwölf und träumte davon, Figuren-Entwickler bei Lego zu werden und der kleinste Bruder war sechs Jahre alt, kurz davor, eingeschult zu werden. Heute hat meine Mutter Geburtstag und der rechenfreudige Leser kann sich einmal überlegen, wie alt sie werden könnte. Weiterlesen


5 Kommentare

Meine Pizza Speciale

Noch ohne Geschwister.

Noch ohne Geschwister – aber nicht mehr lange.

Es ist Ostern und das bedeutet für die meisten: ein Familienbesuch reiht sich an den nächsten. Unfassbare Mengen an Kartoffelsalat, Würstchen aus dem Glas, Sahnetorten, als müsse man für eine drohende – und bei einem Blick nach draußen sehr wahrscheinliche – Eiszeit vorsorgen.

Die Häufung all dieser Besuche und Anrufe gibt es nur zweimal im Jahr: Weihnachten und Ostern. Nun, und hin und wieder zu runden Geburtstagen, die man aber auch einfach verschweigen könnte. Ich kann das natürlich sagen: meine nächste geburtstagliche Rundung dauert noch etwas mehr acht Jahre. Weiterlesen


4 Kommentare

Mein letztes Geheimnis

Hamburg. Der Ort, an dem ich mein Keksrezept vergab.

Hamburg. Der Ort, an dem ich mein Keksrezept vergab.

Ich war am Wochenende in Hamburg. Es war – kaum anders zu erwarten – wundervoll. 26 Stunden verbrachte ich dort, sah einem neuen Menschen tief in die Augen, gähnte am Morgen mit einem Dreijährigen um die Wette, lief mit der Hamburger Freundin bei Sonnenschein am Wasser entlang, feierte Geburtstag mit wundervollen Menschen, umarmte den Hamburger Freund zweimal fest und lange, ließ mir durch das Haar streicheln und grinste dem Geburtstagskind verschwiegen zu. Nun, das reicht als Inhatsangabe – es soll nämlich um mein Keksrezept gehen. Weiterlesen