Die Eskapistin

Ich leide unter post-adoleszenter Bettverlustangst


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Das Cello mit dem dicken Bauch

Früher hatte eine Schulkameradin auf ihrem Federmäppchen „Mein Bauch gehört mir“ stehen. Der Slogan war (oder ist) ist unter denen weit verbreitet, die für ein Recht auf Abtreibung ohne demütigende Beratungen oder Verurteilungen durch andere sind. Aber darum soll es nicht gehen. Ich muss in vergangener Zeit häufig an „Mein Bauch gehört mir“ denken. Weiterlesen

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Was bleibt

In den vergangenen drei Monaten ist erst mein Opa gestorben, dann der Opa meines Freudes. Zweimal saßen wir dort und mussten Abschied nehmen, wie man so sagt. Wobei man nicht wirklich Abschied nimmt, weil vielleicht die Person weg ist, nicht aber das, an das wir uns erinnern, was die Person für uns ausmachte. Da ist noch so viel: Gespräche, die man hätte führen sollen, Fragen, die gefragt hätten werden müssen, Lachen, das hätte gelacht werden sollen. Vor allem das. Weiterlesen


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Kotzende Elefanten

Die Welt braucht Superhelden. Meine Freundinnen und ich kümmern uns drum.

Die Welt braucht Superhelden. Meine Freundinnen und ich kümmern uns drum.

Vor einiger Zeit begann ich an dieser Stelle einen Text zum Thema „Veränderungen“. Dass sie dann kommen, wenn man nicht mit ihnen rechnet, dass sie häufig wie neue Schuhe sind, in die man sich erst hineintragen muss und dass es Dinge gibt, die man nie erwartet hätte.

Und wenn ich dachte, 2014 habe mit dem Leipziger Freund und gemeinsamer Wohnung bereits genug Veränderung gebracht, so musste ich an einem Morgen im August erfahren, dass da noch mehr geht. Ein dunkles Plus auf einem Schwangerschaftstest und plötzlicher Ekel vor Zigarettenqualm und Frischkäse ware dann doch eindeutig. Weiterlesen


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Der Einkauf

Ich bin der festen Überzeugung, dass der sonnabendliche Einkauf nicht so stressig sein müsste, würde man sich an eine Regel – nur eine! – halten: Nur eine Person pro Haushalt darf den Supermarkt betreten. Denn es ist ja nun einmal so: Der Zugriff auf das Milchregal wird erschwert, weil ein Paar sich über den richtigen Fettgehalt der Milch für den Kaffee streitet, bei den Keksen liegt ein Kind schreiend am Boden und all diese streitenden und schreienden Menschen summieren sich dann an der Kasse, wo die Nerven selbst der coolsten Persönlichkeit mit einer Axt bearbeitet werden. Weiterlesen


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Traurig sein

Vor einiger Zeit war ich traurig. Manchmal laufen die Dinge nicht, wie sie laufen sollten. Oder anders: Wie wir wollen, dass sie laufen. Man schmiedet Pläne und träumt und denkt darüber nach, wie toll alles wird. Und dann, ganz plötzlich: Bumm, nichts. Da sitzt man dann, inmitten von Gedanken, die gar nicht mehr nach Sommerabend und Prosecco mit Pfirsichen schmecken; stattdessen hat man das Gefühl von abgestandener Frustration im Mund. Ein Geschmack, den Zahnpasta und Mundwasser und Vodka kaum vertreiben können.  Weiterlesen