Die Eskapistin

Ich leide unter post-adoleszenter Bettverlustangst


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Entschuldigung – kennen wir uns?

Der Leipziger Freund und ich schicken uns jeden Tag eine Frage und beantworten diese. Sicherlich: Hin und wieder gibt es keine Frage, weil man nicht da ist, erst spät abends nach Hause kommt oder beim Ersinnen der Frage plötzlich einschläft. Meist holen wir das aber nach und stellen Fragen wie „Milchreis oder Grießbrei?“, „Ein Tag, Geld egal: Was machst Du?“ oder „Brötchenhälfte: oben oder unten?“. Weiterlesen

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Mehr möchten, weniger sollen

Was ich jeden Freitag brauche, will, möchte und bekomme: Ofenkäse.

Was ich jeden Freitag brauche, will, möchte und bekomme: Ofenkäse.

Der Leipziger Freund hat eine Regel: „Sag nie ’soll'“ sagt er mir immer dann, wenn ich „Soll ich Kuchen mitbringen?“, „Soll ich gegen 15 Uhr kommen?“ oder „Sollen wir dann abends Ofenkäse essen?“ frage. Manchmal finde ich das nervig. Weil „Soll ich“ mir zum einen die Entscheidung abnimmt, ob ich nun Kuchen backe oder nicht – und mir zum anderen die Hoffnung macht, dass das Gegenüber freudig „Ohja, ich liiiiebe Deinen Kuchen und würde mich unbändig freuen“ ausruft. Ich bin auch nur eine Narzisstin im Pelz einer schüchternen Brünetten und so empfinde ich besonders das „zum anderen“ als Balsam für mein Ego.  Weiterlesen


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#mutmachparade: Zwei Treppenstufen auf einmal

Ich habe vor einiger Zeit schon einmal über Mut geschrieben. Und darüber, dass das, was wir Mut nennen, nur von Außen wie Mut aussieht. Oftmals ist es aber nur das Einzige und das Letzte, was uns übrig bleibt. Weil es keine andere Möglichkeit gibt und wir wissen: Wenn wir uns jetzt fallen lassen, dann stehen wir nicht mehr auf, bleiben am Boden sitzen, die Beine umklammert, die Wand anstarrend. Weiterlesen


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Superlativierung

Schön. Einfach nur schön.

Schön. Einfach nur schön.

Ich habe einst für ein Nachrichtenportal gearbeitet, dessen formuliertes Ziel es war, durch waghalsige Überschriften möglichst viele Leser einzufangen und ihnen durch immer neue Superlative weitere Klicks zu entlocken. Damals, also vor wenigen Jahren, begann ich, eine Abneigung gegen Superlative zu entwickeln. Nicht einmal die Bäckerin meines Vertrauens und ihr „einzigster“ hatten das geschafft, was ungezählte Bildstrecken zu superlativesken Hotels, Kuriositäten und Regierungsformen dann innerhalb weniger Monate erreichten. Weiterlesen


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In eigener Sache: Liebster Award

Henning Uhle hat mich vor einiger Zeit bereits auf entzückende und mich sehr berührende Weise vorgestellt, nun habe ich von ihm eine Art Stöckchen bekommen, die „Nominierung Liebster Award“ heißt. Es gibt ein paar Fragen – und weil ich noch keinen Hunger habe, somit etwas Zeit, gibt es nun die Antworten. Weiterlesen