Die Eskapistin

Ich leide unter post-adoleszenter Bettverlustangst

Es spricht: DeX77

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Mein Beitrag über Frauen und ihre ständige Frage nach dem „Warum“ sorgte für Widerspruch aus männlicher Richtung. DeX77, Daniel, ein Twitterer hier aus Leipzig, hat deshalb einen Gastbeitrag verfasst.

Gastbeiträge sind toll. Sie zeigen eine andere Sichtweise, und vor allem: sie fördern die Kommunikation. Ich mag Kommunikation.

Und das sagt Daniel:

„So, es ist also soweit. Ich soll hier mal ein bißchen was von der männlichen Seite der Welt berichten.
Warum eigentlich auch nicht? Legen wir mal los.

Wie im letzten Eintrag schon verkündet scheint es ja einige Mitglieder der holden Weiblichkeit zu geben, die ihren Sinn im Suchen des Sinns sehen. Soll heißen, alles und jeden zu hinterfragen und immer noch der Tiefe im Sein zu fahnden.

Dabei hat meine verehrte Vorschreiberin aber eben den Eindruck erweckt diese Eigenschaft wäre wohl typisch weiblich. Also zumindest bei mir. Dem möchte ich nun hiermit widersprechen.

Denn schließlich weiß ich selber, daß diese Suche auch bei Männern vorkommen kann. Vor allem wenn es darum geht eigene, möglicherweise irrationale Handlungen gegenüber dem inneren Ich und dem Bekanntenkreis zu rechtfertigen
greifen auch Männer gerne auf diese Möglichkeit der Selbstablenkung zurück. Vermutlich sucht man immer dann verzweifelt nach Gründen für etwas wenn man mit dem Grund der einem sofort in den Sinn gekommen ist nicht zufrieden ist.

Warum schenkt ER seiner Frau Blumen?

Naja, vermutlich einfach weil er unterwegs war, welche gesehen hat und dachte „Och, da freut sie sich vielleicht“.
Mehr steckt da (meistens) nicht dahinter. Weder ein äußerst romantisches Vorspiel für unglaubliches Begehren, noch der Versuch den Fehltritt mit der blonden Sekretärin irgendwie doch noch gut zu machen.

Aber zurück zu meiner eigentlichen These: Männer sind auch nur Menschen. Als Beispiel für das typische Fehlen von Vernunft und Menschenverstand beim Lesen anderer Menschen sei auf den typischen Fall der unglücklichen Liebe verwiesen.
Immer noch passiert es uns, (und damit meine ich uns allen), daß wir kleine – allzu menschliche – Freundlichkeiten als ein „hach, er/sie mag mich <3" deuten und uns einreden, daß da wohl doch was sein müsste.

Ja, selbst nachdem klargestellt wurde, daß da eben doch nichts war und der Gegenüber einfach nur so fair sein wollte den anderen nicht gleich völlig bloß zu stellen bleibt der Gedanke "Hach, aber das sagt er/sie ja bloß".
Die große Tragik unserer Zeit ist nicht die Emanzipation von Frau UND Mann im gemeinsamen Miteinander – sondern der Gedanke ein (womöglich gesetzliches) Beharren auf Gleichbehandlung würde die Rollenbilder die seit Generationen beiden Geschlechtern eingeimpft werden, in Luft auflösen.

Liebe Frauen, liebe Männer der Gegenwart: Gebt euren Gegenübern die Chance sich selber zu rechtfertigen und zerdenkt nicht die kleinen Gesten der Zeit: Lasst sie einfach für sich selber stehen, und freut euch über ein paar schöne Blumen.

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