Die Eskapistin

Ich leide unter post-adoleszenter Bettverlustangst

Immer diese Radfahrer!

30 Kommentare

Ich fahre mit dem Rad. Zur Arbeit. Zum Einkaufen. Zu Freunden. Einfach so. Leipzig ist dafür wie gemacht, zumindest erreiche ich beinahe alles ohne großen Sportaufwand in kurzer Zeit – meist ebenso schnell wie die Straßenbahn, manchmal bin ich sogar schneller. Mal ganz vom gesundheitlichen Aspekt abgesehen (das Hängen meines Hinterns wird verhindert, meine ansonsten eher kalkweiße Gesichtsfarbe erhält einen zarten rosa Schimmer), ist es auch interessant, die Menschen zu beobachten. Genauer: die anderen Radfahrer.

Mein Fahrrad – für seine Geschwindigkeit bekannt.

Eigentlich ist es wie beim Autofahren oder zwischen Fußgängern. Die anderen sind doof. Richtig doof. Was dem Autofahrer sein aufs-Pedal-treten ist, das ist dem Fahrradfahrer sein lässig-auf-den-Lenker-lehnen, um bei Grün auf den Sattel zu springen, mit verzerrtem Gesicht in die Pedale zu treten und sich ein Ächzen unterdrückend auf den Weg zu machen.

Besonderen Hass haben natürlich – wie in allen Lebensbereichen – die Hipster auf sich gezogen. In meinen vorschlaflichen Träumen sehe ich sie mit den dünnen Reifen ihrer hellblauen Fahrräder in die Schienen der Tram kommen, um mindestens drei Purzelbäume über den Lenker zu machen. Wenn die mich am Morgen oder am Abend überholen, den iPod sportlich an den Oberarm geschnallt und aus dem Rucksack, für den wir in der dritten Klasse verprügelt worden wären, guckt eine Flasche Klub Mate – da fühle ich mich in all meinen Vorurteilen so sehr bestärkt, dass ich glaube, es sei auch möglich, dass ein elfjähriger Kevin-Jerome gleich ums Eck kommt, mit einer Flasche Cola als Frühstück. Hipster sind ein erbärmlicher Abklatsch einer Realität, in der ich nicht leben möchte.

Obwohl Hipster so viel Wert darauf legen, dass sie ungepflegt gepflegt (oder umgekehrt?) aussehen, stinken sie manchmal. Mit so einem Rennrad will ja auch ein Rennen gefahren werden – und sei es nur gegen den eigenen imaginären Feind in Form des spießigen Selbsts. Fakt ist: Am Montag stanken 2 von 3 Hipstern, die mich in waghalsiger Manier überholten. Ohnehin sind Hipster im Bereich des nicht-ästhetischen anzusiedeln, ihre Duschignoranz verfrachtet sie ins endgültige Aus.

Ebenso schlimm ist allerdings der leicht ältliche Sekretärinnentyp. Das Fahrrad mit niedrigem Einstieg, alles nur vom besten – nur der Fahrstil nicht. Oftmals lässt sich beobachten, dass es sinnvoller wäre, sich zum Radfahren von den Pumps zu verabschieden und auf flacheres umzusteigen. Die Absteigeaktionen vor der Ampel haben teils olympischen Charakter und ich empfinde den Gedanken als unschön, in solch ein Wesen mit Betonfrisur und schwerem Parfum hineinzufahren. Und diese Gefahr besteht immer. Der ältliche Sekretärinnentyp möchte zwar Fahrradfahren, fährt aber so langsam und unsicher, dass er eine Gefährdung für das Gemeinwohl ist. Und mit Gemeinwohl meine ich: mich.

Das größte Problem der Frauen scheint der Rock zu sein. Was mir völlig unverständlich ist. Der geneigte Leser weiß: Ich trage nur Röcke. Immer. Wer Angst davor hat, dass ihm unter den Rock geguckt wird, der soll sich Unterwäsche anziehen. Oder eine Strumpfhose. Alle anderen sollen nicht die Beine um den Sattel zusammenkneifen, als würden sie eine Paarung mit selbigem planen. Das Fahren, das aus dieser Art Akt entsteht, sieht lächerlich aus. Und auch ein Stück demütigend.

Schlimm sind natürlich auch Menschen mit Fahrradhelm. Und ja, ich weiß, dass diese Dinger leben retten. Ohne Fahrradhelm hätte ich meinen kleinen Bruder nicht mehr, den ich über alles liebe. Fakt ist aber leider auch, dass gerade die Menschen, die einen tragen, sich kaum mit den Helmen bewegen können, unsicher fahren und mich waaaaaaaaaaaaahnsinnig machen. Nicht immer ergibt sich die Gelegenheit zum überholen und vor allem am Morgen bin ich kein guter Mensch. Da fahren dann diese Menschen mit sportiv geschnittenem Helm, während ansonsten gar nichts sportiv wirkt. Die Diskrepanz macht mich verrückt und schürrt meinen fahrradlichen Hass.

Häufig sind es Männer, die einen Helm tragen. Eine Zählung aus der vergangenen Woche besagt, dass 5 von sieben Männer mit Helm die Farben grau und rot bevorzugen. Ich habe darüber nachgedacht, was das bedeuten könnte. So was wie: zwar schon grauer Tiger, aber mit Feuer im Herzen? Gesittet, aber doch voller Liebe? Leidenschaft im grauen Alltag? Manche Menschen sagen, ich denke zu viel über solche Dinge nach. Ich glaube, man kann über solche Dinge kaum genug nachdenken.

An dieser Stelle sollte ich vielleicht zugeben: Ich bin keine perfekte Fahrerin. Seit einiger Zeit fahre ich gemeinsam mit der lieben NachbarinKolleginFreundin zur Arbeit – und aus den Augenwinkeln nahm ich schon des öfteren einen erstaunten Blick wahr. Nicht nur, dass sie meinen Fahrstil zu rasant findet, auch meine Auslegung der Farbe Rot irritiert sie und sorgte schon dafür, dass ich auf der anderen Seite der Straße war – sie nicht. „Rot“ ist für mich, wenn ich mich an „Grün“ nicht mehr erinnern kann. Außer es sind Kinder in der Nähe – das ist mir, bei allem Spaß, wichtig. Es gibt Dinge, die sollte kein Mensch sehen. Sterbende Kinder gehören dazu.

Bevor die NachbarinKolleginFreundin mit mir mit dem Rad fuhr, war sie Straßenbahnfahrerin. Und Fußgängerin. Wie sie auf die Radfahrer schimpfte im Berliner Slang: Ich fühlte mich schlagartig schuldig für Dinge, die ich gar nicht verbrochen hatte. Kaum aber saß sie selber auf dem Rad, verlagerte sich ihr Unverständnis auf die Fußgänger. Sie war noch nicht die ersten drei Kilometer gefahren, da strumpelte eine offensichtlich dumme Person auf den Radweg vorm Zoo – ich hörte die NachbarinKolleginFreundin zischen wie einen Drachen. Es war mir ein innerer Arschbomben-Weltmeisterschaftssieg.

Über den Zoo könnte ich natürlich Stunden schreiben. Für die Nicht-Leipziger: das Mausoleum Heidis liegt in der Innenstadt, auf dem Weg zur Arbeit. Es begibt sich aber, dass dort Eltern ihre Kinderwagen zum Schunkeln permanent vom Fußweg auf den Radweg, vom Radweg auf den Fußweg schieben. Es ist gefährlich. Und die Fahrradfahrer würden bei einem Crash die Schuld bekommen.

Eltern sind aber nicht nur als Fußgänger ein merkwürdiges Völkchen. Viele haben ja auch diese durchaus praktischen Anhänger, in denen Kind A und B schlummern, während Mama und Papa die frische Luft zur Erholung nutzen. Doof nur, dass sie dabei häufiger vergessen, dass sie hinten noch was am Rad haben. Vor einiger Zeit bog ein Vater vor mir rechts auf die Hauptstraße. Nur er mit seinem Rad hätte das locker geschafft, sein Anhängel hätte aber beinahe meinen Vorderreifen touchiert. Ich sagte „Ey“ und er sagte „Da ist ein Kind drin, pass doch auf.“ Ich zog die Augenbrauen hoch und fuhr an ihm vorbei. Langsam war er nämlich auch noch. Und sein T-Shirt war hässlich. Jawohl!

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30 Kommentare zu “Immer diese Radfahrer!

  1. Ich gestehe: Ich besitze einen Fahrradhelm und setze ihn beim Fahrradfahren auch noch auf, zumindest dann, wenn ich jeden Tag am Zoo vorbeifahre. An seine Farbe (dunkelgrau? hellschwarz?) kann ich mich gerade nicht so genau erinnern, da das einzige Kaufkriterium war, dass er auf meinen Quadratschädel passt und weniger als ein halbes Monatsgehalt kostet. Das hat die Auswahl doch erheblich eingeschränkt. Das ist aber auch okay. Schließlich sind Fahrradhelme immer hässlich. Fahrradhelme in angenehmen Farben beleidigen nur jene Farben. Jedes Nachdenken über das Verbessern der Ästhetik von Fahrradhelmen ist verschwendete Zeit. Lebte Sisyphos in unserer Zeit, er müsste Fahrradhelme designen.

    • Ich hatte vor einiger Zeit schon einmal bei Twitter schlecht über das Aussehen der Helme geschrieben – da antwortete mir doch glatt eine Firma aus Dresden, die ganz wundervolle Exemplare zu erschwinglichen Preisen herstellt. Tropenhelme, Deutschlandfan-Helme… Ich glaube, bei mir kommt auch eine Aversion gegen Kopfbedeckungen an sich dazu. Haare reichen meiner Meinung nach. Und im Winter eine Strickmütze.

  2. Das mit dem Fahrradhelm hatten wir ja schon mal. Dazu schließe ich mich dem Lutz an und meine auch, das der Helm auf den Kopf passen muss und nicht so wahnsinnig teuer. Bezüglich der Farbe muss ich sagen: es gibt kaum andere Farben. Grau, Schwarz und eventuell noch Weiß. Das ganze jeweils mit etwas Rot verziert. Bei meinem Kauf hatte ich noch die Wahl zwischen einem knallgrünen (odorr schiddscheriehngriehn wie mier ooch noch sahchn) oder einem neon-gelben. Das waren so ziemlich die einzigen farbigen Modelle. Du wirst verstehen, DAS muss ich nicht auf meinem Kopf haben und würde ebenfalls zu komischen Äußerungen anderer führen. Meiner ist übrigens auch silber-grau mit etwas schwarz (kein Rot!).
    Bevor ich meinen Helm kaufte, übrigens Anfang Mai, hatte ich viele viele Jahre keinen und habe mich dagegen gesträubt einen zu kaufen. Ich war viele Kilometer ohne unterwegs. Oftmals allein, an kaum belebten Ecken (ehemalige, in Flutung befindliche Tagebaue). Man kann sich vorstellen was passiert wäre wenn… Da muss nicht mal unbedingt ein Auto beteiligt sein.
    Ich für meinen Teil setze ihn auch auf. Zwar nicht unbedingt wenn ich die 5 Minuten durch die Gartenanlage („HIER IST RADFAHREN VERBOTEN!“ – „Ich seh‘ aber kein Schild!“) zum Kumpel fahre, aber auf ausgedehnteren Strecken.

    Und ja, einzelne Fußgänger gesteigert -> Pärchen -> Pärchen mit Kinderwagen -> Pärchen mit Fahrrad -> Rentner -> Rentner-Ehepaar -> Hipster sind die Schlimmsten im Straßenverkehr 😀

    • Ich habe tatsächlich versucht, das sächsische Wort für knallgrün auszusprechen – es gelingt mir nicht. Ich scheitere schon an figelant, dabei gebe ich wirklich Mühe.

      Mein Bruder hatte damals einen grauen Helm, der wirklich in seine Bestandteile zersprungen ist. Da war nichts mehr von übrig – wenn ich daran denke, dass das sonst sein Kopf gewesen wäre… ARGH!

      Aber es gibt auf meinem Weg zur Arbeit tatsächlich zwei Rentner, die mir häufig begegnen. Beide tragen immer ihren Helm und sind an sich schon bewegungseingeschränkt, mit dem Helm geht da gar nichts mehr.

      In der Gartenanlage ist Fahren verboten? Das erklärt natürlich, warum mir vor einiger Zeit ein Mann im grauen Kittel hinterher rannte und etwas brüllte, das ich nicht verstand. Erwähnte ich, dass mein sächsisch auch im Verstehen nicht immer ganz fließend ist? (Muss ich noch einmal betonen, dass ich mich aber sehr anstrenge?) Ich brüllte etwas auf plattdeutsch zurück. Vielleicht ging es um mein rasantes Fahren durch den Schrebergarten. Ich sollte lernen, Schilder zu lesen. Echt.

      (NachbarinKolleginFreundin und ich wären vorhin beinahe in eine Gruppe von zwei Hipstern gefahren. Es hätte ein Gemetzel werden können. Aber es war ja niemand da, der ein InstagramFoto von uns hätte machen können 😉 )

      • Ich persönlich fühle mich mit dem Helm nicht wirklich eingeschränkt in meiner Bewegungsfreiheit. Nur etwas in der Kopffreiheit. Aber es sind eigentlich genug Luftlöcher vorhanden.

        Wenn ich 3 Stunden mit dem Rad unterwegs war brauch ich so oder so eine Dusche, da ist es reichlich egal ob die Haare riechen oder nicht.

        Und ja, in Gartenanlagen ist das Radfahren weitestgehend verboten. Steht aber meist nur in deren Satzungen. Die kenn ich ja aber natürlich nicht 😀

        • Ich glaube, jeder Mensch braucht nach drei Stunden Radtour eine Dusche. Alleine, um all diese Pollen und den Dreck vorbeifahrender Autos von sich zu waschen. Aber nun, ich bin auch ein Duschfanatiker und sehe schon mit Grausen der duschfreien Zeit entgegen.

          Satzungen, Satzungen… Selbst wenn sie die irgendwo hängen hätten – wer kann das denn lesen, wenn er mit Maximalgeschwindigkeit über die Wege düst? 😉

  3. großartig! dieser artikel mit seinen kleineren und größeren spitzen hat mir soeben meinen tag versüßt! kann dir in allem nur zustimmen (vor allem bei der rotgeschichte 🙂

  4. Oh, ich dachte schon, Du würdest die mit dem Kinderfahrradanhänger vergessen. Weil das sind mir die hassenswertesten Radfahrer. Bäh. Aber im letzten Absatz kamen sie ja dann doch.
    Und Rennradfahrer sind Hipster? Habe ich das richtig verstanden?

  5. „Fakt ist aber leider auch, dass gerade die Menschen, die einen tragen, sich kaum mit den Helmen bewegen können, unsicher fahren und mich waaaaaaaaaaaaahnsinnig machen.“ – Das möchte mal stark anzweifeln, 99% aller Fahrradkuriere tragen einen Helm, da möchte ich gerne mal sehen, wie Du sportlich an denen vorbeiziehst…Gut ein Helm mag dämlich aussehen aber ich kann meinen Helm abnehmen und seh dann nicht mehr dämlich aus, was machst du? 🙂

    • Fahrradkuriere haben ja auch mehr Training als ich! Allerdings, ich schrieb es schon in einem anderen Kommentar, sehe ich regelmäßig zwei ältere Herren mit Helm. Die zwei sind ohnehin schon bewegungseingeschränkt – und der Helm ist für sie wirklich problematisch.

      Und Du hast recht: Ich sehe immer irgendwie dämlich aus. Leide seit 31 Jahren an einem Mondkalbblick 😛

  6. Mein Fahrradhelm ist grau / schwarz / blau, damit er zum grau / schwarz / blauen Rennrad passt. Ich trage ihn aber auch nur zum Rennrad fahren. Diesen Sport ohne Helm auszuüben finde ich unverantwortlich.
    Gut jeder ist seines Glückes Schmied, aber viele Autofahrer können Rennradfahrer absolut nicht einschätzen. Erst tuckern sie ewig hinter einem auf der Landstrasse rum und dann wird überholt wenn der Gegenvekehr kommt. Zum ausweichen wird dann der Radfahrer von der Straße gedrängt. Nicht so schön, wenn man sieht, wie der Fahrer vor einem mit seinem Rad einen kleinen Zwischenstopp im Graben macht.
    Und der Autofahrer motzt in dieser Situation wahrscheinlich darüber, dass diese blöden Rennradfahrer immer auf der Straße fahren – Dabei gibt es doch genug Radwege. 🙂

    Und wenn ich dann mit dem Auto unterwegs bin, wie eigentlich fast immer, versuche ich mich zu beherrschen und nicht über die ganzen Fahrradfahrer zu meckern, die sich fast alle nie an die Verkehrsregeln halten. 😉

    • Auf einem Rennrad würde ich vermutlich auch einen Helm aufsetzen. Aber davon gibt es hier in der Stadt eher wenige. Also von den Rennradfahrern. Ich bleibe auch dabei: Die Leute mit Helm sind häufig die, die besonders unsicher fahren. Vielleicht kommen da verschiedene Angstgefühle zusammen, die sich auf das gesamte Radfahren auswirken. Oder aber es liegt an meinem Rentnerstadtteil. 😉

  7. Dich sehe ich schon mit 70 aus dem Fenster schauend auf die Passanten blicken. Schön auf der Fensterbank mit Kissen unterm Arm. Und dann schön meckern.
    Du bist Deutschland!

    • Eigentlich sehe ich jetzt schon regelmäßig aus dem Fenster. Ich habe keinen Fernseher: Was soll ich da sonst machen?

      Außerdem meckere ich nicht, ich beschreibe. Mit einem Augenzwinkern. „Du bist Deutschland“ ist zudem nicht unbedingt eine Beleidigung. Dumme Menschen sind die eine Seite. Aber es ist das Land von Heine und Böll, Borchert und Goethe. Und: Charles Bukowski wurde in Andernach geboren. Alles große Schreiber. Danke dafür. 🙂

  8. Die Helmfrage sehe ich inzwischen eher pragmatisch: es gibt Für und Wider, soll jeder selber entscheiden solange er/sie noch kann.
    Einige interessante Aspekte liefert übrigens http://www.youtube.com/watch?v=07o-TASvIxY

    Den Punkt: „“Rot” ist für mich, wenn ich mich an “Grün” nicht mehr erinnern kann“ finde ich bedenklicher.
    Zum einen wird die Rotfahrt auch mit dem Fahrrad mit Führerscheinentzug und Punkten geahndet.
    Zum anderen stärkt es das Bild des Rowdys Radfahrer im Straßenverkehr das mancher verbissener Autofahrer so gerne pflegt.
    Und besonders schlau ist es auch nicht.
    Schließlich ist ja meistens auf einer Seite auch grün wo eine Ampel rot zeigt.

    Just my 2 cents..

    • Keine Sorge, ich überfahre keine roten Ampeln an den großen Kreuzungen… Mir ist mein Leben lieb – ausgewählte Ampeln werden aber je nach Rotfarbe wirklich überfahren. Meist sind es die Fußgängerampeln. Dort drückt jemand und geht lachend weg. ORGH! (Ansonsten gilt: Alles mit einem Augenzwinkern lesen, immer rund 70 Prozent Übertreibungsfaktor abziehen 😉 )

  9. diese hipster auf „rennrädern“ fahren eigentlich meistens fixies. kommt von „fixed gear“ und bedeutet „ein gang“. sind also keine rennräder, sondern sind nur so hergerichtet und haben einen gang. wollt ich nur kurz einwerfen (:

    • Dieser Unterschied blieb mir bisher verborgen. Danke! (Kein Wunder, dass man bei einem Gang ins Schwitzen kommt. Kenne ich von meinem alten Holland-Rad… 🙂 )

    • fixed gear = eingang fahrrad?
      Also zwischen dem gemeinen fixie fahrer und dem singlespeedfahrer mit freilauf und bremsen sollte man schon unterscheiden. die fixie fahrer, die wohl häufiger hipster sind als die SSP fahrer, und die oft gänzlich ohne bremsen rumheizen fahren doch sicher etwas derber durch die kante. Bei den singlespeedern mit freilauf und bremsen sind dafür viele sonstige trendhuren dabei, mit schön buten rahmen und felgen… Alle schlimm, nur ich nicht mit meinem singlespeed (kein fixie) – ist ja auch vollständig schwarz das bike 😛
      Verdammte fahrradfahrer! Und die fußgänger und autofahrer erst!

      Danke für den Artikel 😉

  10. Ich möchte noch (leih-)fahrradfahrende Touristen auf autofreien Inseln hinzufügen, die das ganze Jahr mit Ausnahme ihres 10tägigen Urlaubs auf keinem Fahrrad sitzen und meinen, nur weil auf den Inseln keine Autos fahren, gäbe es auch keine Verkehrsregeln, an die man sich zu halten habe. Mein persönliches Hassbild.

    • Ohja! Die sind so schlimm! Es muss aber gar nicht Insel sein – die Strecke von Ihrhove nach Leer über den Radweg an der Bahn entlang: Gefahr für Leib und Leben, wenn die Touris mit 10 Km/h und schwankend ihres Weges fuhren…

  11. Herrlich geschrieben. Ich fahre ohne Helm, dafür mit Rennrad, das unter Umständen zumindest teilweise als hellblau durchgehen könnte. Aber in Graz, also keine Bedrohung von meiner Seite. (Und ausserdem dusche ich regelmäßig….)
    Gruß aus Graz
    Rain

  12. Beleuchtungsverweigerer; zu-drölft-nebeneinander-Fahrer; taube MP3- Radler; Touris im allgemeinen, Schiffstouris im speziellen…eigentlich gibts kaum eine Gruppe Radler die ich nicht hasse….
    Dabei bin ich selber einer, 100km/Woche um zur Arbeit zu kommen. Und auch sonst für alles erforderlich, da kein Kfz zum Hausrat gehört.
    Ich lese nach langer Zeit mal wieder hier herein, es gefällt mir immer noch. Ich werd jetzt wohl regelmäßiger hier sein.
    Ich geh jetzt erstmal Hipster googeln.
    Jahaa, ich komm vom Land…

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