Die Eskapistin

Ich leide unter post-adoleszenter Bettverlustangst

Der fette Arsch aus Wattenscheid

3 Kommentare

Ich bin mir gar nicht so sicher, ob ich schon einmal die Suchbegriffe für diese Seite analysiert habe. In dunkler Vergangenheit irgendwann vielleicht einmal. Mein Gedächtnis ist ein Sieb. Ich bin 29 Jahre alt.

„fetter arsch/fetterarsch“:
Nun, wer hat noch nie nach einem fetten Arsch gesucht? Ich habe sogar schon viele gefunden. Oftmals in Diskotheken oder in Kneipen. Hier werden die Suchenden jedoch enttäuscht worden sein. Ging es in dem Artikel doch gar nicht wirklich um Ärsche, sondern um die Frage, warum Frauen mit einem mächtigen Hinterteil oftmals kleine Hunde (so genannte Nuttenfiffies) haben. Bisher wurde diese Frage nicht beantwortet. Eine mathematische Lösung scheint denkbar: fetter arsch + kleiner hund = hingucker.

„thatgirlthere/that girl there“:
Das bin ich. Also dieser Blog. Ein Stück aus dem Lied der Arctic Monkeys. „When the sun goes down“, übrigens ohne wirklichen Hintergrund. Das Lied lief nur, als ich über einen geeigneten Blognamen nachdachte. Wichtiger ist ohnehin der „wahre“ Blogtitel: „We’re too lost to lose hope“ – aus „How long is the night“ von Thursday. Ein wunderbares Lied. Immer wieder. Andere Namensideen übrigens: Protest Singer (nach Kevin Devine, aber dann doch verworfen) und „Paper bag“ nach dem Lied von Fiona Apple, ein Teil des Liedes sei hier zitiert: „I thought it was a bird, but it was just a paper bag.“

„Meine Mutter nackt“:
Nunja. Meine Mutter nackt werde ich hier sicherlich nicht zeigen. Ich wage auch kaum zu ahnen, warum jemand seine Mutter nackt im Internet sucht. Generell können das nur solche Männer sein, die mit mehr als 40 Jahren noch regelmäßig ein Mittagsschläfchen mit ihrer Mutter machen und auch ihr Kleinjungenzimmer noch im Haus der (wahrscheinlich sehr herrischen) Mutter haben. All denen kann ich leider nicht mit Bildern dienen, rate aber zur Anschaffung einer versteckten Kamera im Badezimmer und sofortigen Selbsteinweisung in eine Psychiatrie der Wahl.

„Die schöne Maid aus Wattenscheid“:
Ich weiß, dass ich einmal über Wattenscheid geblogt habe. Weil James Bond aus Wattenscheid kommt. Aber ich über eine Maid aus Wattenscheid? Nein. Die Lösung kam, als ich selber nach dem Suchbegriff suchte. Meine wunderbare ehemalige Schwimmpartnerin Julia, eine Musikkennerin wie es nicht viele gibt, zitierte nämlich dort im Kommentar ein Lied über eine Maid aus Wattenscheid, die im Endeffekt einen Mann aus Bochum heiratet. Wieder etwas vergessenes an die Gehirnoberfläche geholt.

„In gläsernen Schuhen tanzt es sich eher“:
Da braucht man nicht viel sagen. Clickclickdecker in „Sozialer Brennpunkt Ich“: „In gläsernen Schuhen tanzt es sich eher beschissen. Doch woher sollst du das auch wissen?“

„Männliche Vampire“:
Das ist ja auch noch gar nicht so lange her. Dass ich mich zum Thema „Twilight“ (und der ganze Kram) ausliess. Ich persönlich kann ja gar nicht so viel mit Männern anfangen, die mir in den Hals beißen, weil sie mein Blut wollen. Aus eigener Erfahrung – der letzte Schnitt in den Finger ist noch nicht so lange her – weiß ich, dass mein Blut nicht so gut schmeckt. Auch finde ich diese bleiche Gestalt – ich vergesse immer wie die verschiedenen Werwölfe und Vampire heißen – irgendwie doof. Entweder haben die Leute nach „männliche vampire“ gesucht, weil sie erhofft haben, dass eine Singlebörse nun diesen Typ Kerl anbietet. Bei 15-jährigen könnte das durchaus für Zuspruch sorgen. Oder: öhm, weiß ich auch nicht.

„Spruch Verabschiedung“:
Hach, immer noch eines meiner Lieblingsthemen. Ging es in den Artikel doch um das Problem mit den Subtexten. Was meinen Männer, wenn sie sagen: „Bis die Tage“? Was soll „Bis dann“? Auch bestimmt zwei Jahre nach dem Schreiben des Artikels weiß ich nicht, warum Männer mal „Liebe Grüße“ schreiben, mal gar nichts und manchmal sogar ein „Liebe Grüße, Dein XXX“ dazusetzen. Ich verstehe es nicht. Und ich würde soviel dafür geben, wenn ich wüsste, was mit einigen Verabschiedungen gemeint ist, was es bedeutet, wenn Männer mehr als eine SMS/Email am Tag schreiben oder sich nur sporadisch melden. Gibt es in der Männerwelt Hinhaltetechniken? Gibt es überhaupt Subtexte? Machen wir Frauen uns zu viele Gedanken? Wahrscheinlich schon. Aber hier für alle Suchenden: Der beste Spruch zur Verabschiedung nach einem guten Date ist kein Spruch. Es ist ein Kuss.

„Urinalwaller“:
Der gute alte Urinalwaller. Das fiese Ding, dass in die Harnröhre hineinschwimmt und sich dort festkrallt, wie ein Teenager an Nick Carter (der ist gar nicht mehr in, oder?). Ekelhaft. Der Urinalwaller gehört zu den Welsen. Mein Alkoholiker-Nachbar fängt übrigens Welse. Habe ich munkeln gehört. Macht es nicht besser.

„Alleine sein“:
Ich bin ja häufig alleine. Ich vertrete die These, dass man auch mit sich alleine sein können muss. Menschen, die sich alleine nur langweilen, haben meiner Meinung nach total vergessen, was ihre eigenen Wünsche sind (wobei: „Nicht alleine sein“ natürlich auch ein legitimer Wunsch ist). Aber wahrscheinlich hat da eher jemand ein Rezept gegen das „alleine-sein“ gesucht. Gibt es nicht. Auch mit einem großen Freundeskreis ist man manchmal alleine. Und es ist doch so: Es gibt Momente, da möchte man doch am liebsten alleine sein. Ich zumindest.

„thatgirlthere.wordpress“:
Ich möchte mal behaupten, da hat jemand direkt nach mir gesucht. Das ehrt mich. Meine Wangen färben sich rot und meine Hände sind vor Aufregung ganz kalt.

„Beziehungsratgeber für Männer“:
Da scheint ein Mann Hilfe zu suchen. Oder eine Frau, die kein Weihnachtsgeschenk für ihren Mann gefunden hat. Aber kann man pauschal Tipps geben? Meine Kategorie „Beziehungsratgeber?“ hat ja auch mit Berechtigung ein Fragezeichen. Es gibt doch keine absolute Wahrheit, wie eine gute Beziehung funktioniert. Die einen brauchen viel Freiheit, die anderen weniger. Manche geben sich gerne ganz auf, andere nicht. Doch auch ich suche gerne einmal nach Tipps im Internet. Was bedeutet dies, was bedeutet das. Das große Weltgeheimnis ist dennoch nicht gelöst.

„Hoden Nageln“:
Da kann einem zum Schluss ja noch einmal richtig schlecht werden. Über so etwas habe ich noch nie geschrieben. Natürlich. Um die Hoden ging es, als Sebastian Kamps „seine“ persönliche Dumpfbacke Gülcan heiratete. Aber „nageln“? Welche Wortbedeutung soll damit gemeint sein? Kam jemand auf meine Seite, um merkwürdige sexuelle Foltermethoden zu finden? Als ich selber einmal nach den Begriffen suchte, fand ich übrigens meine Seite bis Seite 15 nicht. Sie kann allerdings auch verschwunden sein: „Aus Rechtsgründen hat Google 15 Ergebnis(se) von dieser Seite entfernt. Weitere Informationen über diese Rechtsgründe finden Sie unter ChillingEffects.org.“

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3 Kommentare zu “Der fette Arsch aus Wattenscheid

  1. „thatgirlthere.wordpress“ Vielleicht war das auch mein Vater. Der ist am Anfang seiner Internet-Karriere auch immer über google auf die Seiten gekommen und hat dort dann zum Beispiel nach kicker.de gesucht. Mittlerweile macht er das aber glaube ich nicht mehr.

    Bis die Tage
    #9

  2. Also DAS wüßte ich auch gerne mal

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