Die Eskapistin

Ich leide unter post-adoleszenter Bettverlustangst

Vom Guten und vom Schlechten

2 Kommentare

Ich glaube, dass die Welt nach einer ganz einfachen Regel funktioniert: Wenn einem etwas Gutes passiert, kommt eine schlechte Nachricht, ein fieses Erlebnis bestimmt. Entweder möchte die Welt, dass man das Gute durch das Schlechte mehr zu schätzen weiß – oder die Welt ist eine Hure. Ich tippe auf letzteres, aber möchte mich da noch nicht ganz festlegen. Ich warte noch auf den endgültigen Beweis. Eine Art Offenbarung, dass die Welt nur eins will: Mich auslachen und sich an meinem Unglück weiden.

Denn es ist eigentlich immer so: Man ist mit sich und der Welt im reinen, lächelt und dann kommt der Tiefschlag. Das Lächeln schwindet aus dem Gesicht und man denkt: ARGH!

Denn die Welt-Bank kennt sich mit den Werten von Glück und Unglück gar nicht aus. Da wird ein Frühlings-Sonnenstrahl im Gesicht (gut) mit einem Motorschaden am Auto aufgemessen. Das ist fies. Denn so schön ein Frühlings-Sonnenstrahl im Gesicht auch ist: ein Motorschaden (Beispiel: Zylinderkopfdichtungen pulverisiert) ist so ätzend – so oft kann die Sonne einem gar nicht ins Gesicht scheinen.

Und weil die Welt-Bank gar nicht so doof ist, wiegt sie einem gerne mal in dem Gefühl, dass Glück und Unglück sich vielleicht doch nicht aufrechnen – nur um nach einer Glückssträhne so richtig zuzuschlagen. Das sind Wucherzinsen, die da auf das Glück bezahlt werden – unmenschlich.

Und wenn man so etwas mehrmals mitgemacht hat, dann ahnt man schon – nach einer langen Glückssträhne -, dass da was ganz fieses kommt. Dann schläft man schlecht. So dass das Unglück dann auch auf einen völlig geschwächten Verstand trifft.

Wer den Gegenbeweis antreten will: Nur zu. Aber ich führe mein Glück-Sparbuch sehr gewissenhaft.

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2 Kommentare zu “Vom Guten und vom Schlechten

  1. Die Meisterin des Pessimismus, des Fatalismus und der Todessehnsucht plädiert dafür, trotz allem nicht die Sonne abzuschaffen, sondern ihr mehr Gewicht zu geben.

  2. Ich persönlich bin ja der Meinung, dass diese Welt-Bank einigen Menschen partout kein Glück gönnen möchte. Und wenn diese Menschen sich dann auf einmal doch einfach so über etwas freuen, dann werden sie zeitnah (!) dafür bestraft.

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