Die Eskapistin

Ich leide unter post-adoleszenter Bettverlustangst

Genuss-Verweigerer, genuss-resistent

4 Kommentare

Ich habe festgestellt: Leckeres Essen schmeisse ich immer weg. Oder muss es am nächsten Tag essen. Oder überlasse es denen, die Hunger haben. Denn: Wenn auf meinem Teller beispielsweise drei Kartoffeln, Erbsen und Möhren wären, würde ich es in folgender Reihenfolge essen: Erst die Erbsen und Möhren, weil ich die gar nicht so gerne mag. Dann die Kartoffeln. Denn die mag ich schon sehr gerne und die sind was gutes. Die sollte man nicht allzu hastig und hungrig in sich hineinstopfen. Dann habe ich noch Frikadellen auf dem Teller. Die sind das leckerste an der Mahlzeit. Die esse ich gerne. Denn sie schmecken nach Kindheit, Besuch bei Oma und spielen draußen im Heu – deswegen muss man sich dieses gute Essensgefühl aufbewahren. Nur: Nach den Kartoffeln und den Möhren mit Erbsen bin ich zu satt, um die Frikadellen noch zu essen. Dann geht vielleicht noch ein kleiner Happs, aber mehr nicht. Natürlich kann man auch so essen, dass man alles durcheinander isst. Das habe ich auch schon ausprobiert, aber: dann ist der Frikadellen-Anteil trotzdem so niedrig, dass es auf das obige hinaus läuft.

Auch wenn ich mir leckere Dinge kaufe, wie beispielsweise meinen Lieblingsputenaufschnitt aus den Niederlanden – dann muss ich immer ein paar Scheiben wegschmeissen, weil ich denke: „Nein, nun ist nicht der richtige Zeitpunkt für die Wurst.“ Und dann ist sie irgendwann trocken und nunja…. siehe oben.

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4 Kommentare zu “Genuss-Verweigerer, genuss-resistent

  1. Vergiss das Gemüse – ess die Frikadellen!

  2. Haha, das passiert mir auch immer. Aber ich esse das dann noch. Und dann ist mir schlecht. Immer. 😉

  3. Man sollte immer zuerst genießen. Ich esse oft aus Angst, dass die guten Sachen schlecht werden, immer zuerst die Schokolade, die Chips, den Pudding usw. Diese Lebensmittel haben ja auch traditionell ein kürzeres Haltbarkeitsdatum als alles Gemüse, Obst und Frischfleisch der Welt.

  4. Das scheint irgendwie ein Frauen-Problem zu sein. Mir passiert sowas auch öfters. Aber entweder esse ich dann trotzdem alles weg, und mir ist schlecht, so wie Kesro schon geschrieben hat, oder der Mann muss den Rest essen und wir stehen beide kurz vor’m platzen… Und danach muss man einen Obstler, oder Ouzo trinken und das ist auf Dauer auch nicht immer gut… 😉

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