Die Eskapistin

Ich leide unter post-adoleszenter Bettverlustangst

Die Qual der Wortwahl

6 Kommentare

Da stand ich heute nun mit den zwei drei- und sechsjährigen Töchtern des Arbeitskollegen, tobend im Kinderspieleparadies. Die Ältere von beiden, als sie im Bällebad ausrutschte: „Verdammt.“ Ein entsetzter Blick einer Mittfünfzigerin mit (L-auf-der-Stirn) hässlicher Enkelin. Ich, um den Seelenfrieden der Frau bemüht: „Aber H****, man sagt doch nicht verdammt.“ Glücklicher Blick zu der alten Frau, die mich immer noch abwartend ansah. Also weiter: „H****, sag doch einfach `Mist`.“ Und dann war er da: Der kurzzeitige Herzstillstand bei der Frau. Aber einer sechsjährigen zu sagen: „Das heißt `Schade`“, ist doch lächerlich. Und `Mist`nun wirklich nichts schlimmes. Oder?

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6 Kommentare zu “Die Qual der Wortwahl

  1. Ich sag auch immer „Mist“ in meinen Therapien und bau sogar witzige Schimpfwörter mit meinen Kindern….Macht auch am meisten Spaß. Außerdem muss fluchen doch auch gelernt sein ;-).

  2. Ich hätte eher der älteren Dame einen finsteren Blick zugeworfen.. Hätte das Kind verf***te sch***e gerufen, wäre ich empört gewesen, aber „Verdammt“? Find‘ ich persönlich jetzt auch nicht tragisch..

    Die Alten müssen manchmal genau so streng erzogen werden, wie die Jungen 😉

  3. Ich find‘ „verdammt“ auch nicht so schlimm. Komische Leute gibt’s da bei dir 😉

  4. vielleicht kam sie ja aus dem strengkatholischen nachbargebiet?

  5. Und wahrscheinlich ist dann ausgerechnet die Mittfünfzigerin diejenige, von der das Kind andere unerfreuliche Redewendungen übernimmt.

  6. Gefreut hätte sie sich dann wohl nur, hätte das Kind „Jesus, Maria und Josef“ gebrüllt…

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