Die Eskapistin

Ich leide unter post-adoleszenter Bettverlustangst

Mit sich alleine sein

Hinterlasse einen Kommentar

Der Freund einer Freundin wollte vor ein paar Jahren in Norwegen wandern. Alle seine Freunde waren völlig entsetzt und fragten ihn: „Ganz alleine? Fühlst Du Dich dann nicht einsam?“ Und er antwortete: „Man muss auch mit sich alleine sein können.“ Und nach 28 Jahren Beobachtung dünkt mir: Es gibt Menschen, die können eben das nicht. Die schaffen es weder alleine alleine zu sein, noch während eines abendlichen Spaziergangs die warme weiche Luft und den Blick auf die Sterne zu genießen und einfach einmal – zu schweigen.

Ich dagegen, ich kann sehr gut mit mir alleine sein. Ich genieße zwar die Gegenwart von mir lieben Menschen, genauso gerne gehe ich aber auch alleine spazieren – ohne einen Hauch von Einsamkeit und märtyrerischer Tragik zu verspüren. Ich gehe gerne alleine in Cafes, trinke dort einen Cappuccino, lese ein Buch, eine Zeitung und beobachte Menschen. Am gestrigen Sonntag beispielsweise ging ich erst schön Frühstücken, mit einem Buch in der Hand saß ich mehr als eine Stunde in einem niedlichen Café und freute mich, dass mich niemand vollseierte. Danach ging ich spazieren – vier Stunden durch Hamburg: Altona, Övelgönne, auf dem Schiff durch den Hafen (mit einem Regenguß galore zwischendurch auf Deck). Wundervoll.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s