Die Eskapistin

Ich leide unter post-adoleszenter Bettverlustangst

Die cineastische Liste einer nicht cineastischen Frau

4 Kommentare

Wer mich kennt, weiss: ich bin kein Filmfreak. Ich bin ein Serienmensch. Und am besten sind natürlich die, die eine Geschichte über eine lange Zeit spinnen (also beispielsweise LOST). Egal, denn auch ich kenne Filme – und ich habe sogar Lieblingsfilme. Und da Björn gefragt hat und ich für ihn bekannterweise alles tun würde, hier die Liste meiner persönlichen cineastischen Hochgenüsse – wobei ich die zwanzig eventuell nicht voll bekomme:

1. Harold and Maude (USA, 1971). Irgendwie Pflicht, diesen Film mal gesehen zu haben. Die Musik von TAFKA Cat Stevens, die äußerst unterhaltsamen Selbstmordinszenierungen von Harold und die Liebesgeschichte der beiden (er Anfang 20, sie beinahe 80) sind einfach gut.

2. Hooligans (UK/USA, 2005). Ich könnte Björns Begründung so übernehmen. Nur, dass ich den Film bis jetzt nur auf Englisch gesehen habe – das aber gleich mehrmals. Ich schrieb auch schon einmal über den Film und sage es nochmal: dass Charlie Hunnam einen englischen Geschichts- und Sportlehrer spielt, der Hooligan ist – Porno!

3. Football Factory (UK, 2005). Und schon wieder Fußball. Ich liebe es einfach. Und ich liebe die Stimmung in britischen Filmen, die werden einem in dieser Liste noch öfter begegnen. Und auch auf die Gefahr hin, dass ich gehasst werde: den muss man im Original sehen. Ansonsten kommt nix rüber. Brutaler als Hooligans, noch erschreckender, phantastischer Soundtrack. Und ein unglaublicher Danny Dyer.

4. This is England (UK, 2006): Der Falkland-Krieg mit all seinen Folgen von Rassismus, Nationalismus und Selbstmitleid in einen Film gepackt. Phantastische, teils abstossende Bilder. Wer den Film komplett bis zum Ende durchhält, der weiss, was ich meine.

5. Secretary (USA, 2002): Auch bei Kesro in der Liste zu finden. Und sie hat recht: eine der besten Liebesgeschichten, sehr ungewöhnlich, sehr unkitschig und trotzdem: mit der schönste Liebesfilm den ich kenne. Liebe ist halt nicht immer eine Gänseblume.

6. Die Hard2/Die Harder (USA, 1990): Häh? Ulrike mag Stirb Langsam? JA! Das habe ich einem Freund zu verdanken, der so lange auf mich einredete, bis ich es wagte, alle Teile zu sehen. Gehirn ausschalten, zurück lehnen und beballern lassen. Yippie ya yay – Schweinebacke!

7. De grønne slagtere, Dänische Delikatessen (DK, 2003): Einfach lustig. Gute Dialoge, schöne Bilder. „Ich bin total bekifft, ich würde es nicht einmal riechen, wenn meine Haare brennen würden!“ Aber nix für schwache Nerven. Denn Menschen essen – das ist schon nicht für jeden was.

8. Kops (S/DK, 2003): Selten so gelacht. Eine Polizistengruppe aus der schwedischen Provinz macht sich ihre eigenen Fälle – auf äußerst ungeschickte, aber sympathische Art und Weise. Könnte in Ostfriesland spielen, tut es aber nicht. Aber könnte!

9. Shaun of the dead (UK, 2004): Geht an Humor kaum was drüber. Aber Zombies mit Schallplatten bewerfen hat Stil. Und seinen besten zum Zombi gewordenen Freund als Hauszombie halten auch.

10. Bridget Jones´s Diary (UK/USA, 2001): Ich bins, Ulrike! Scherz beiseite. Beinahe jede Frau kann sich mit Bridget identifizieren. Und ich Tollpatsch werde auch noch Journalistin! Es ist für mich nur eine Frage der Zeit bis ich mit meinem in eine Strumpfhose gequetschten entzückenden Hintern in einer Kamera lande! Obacht!

11. XXX – Triple X (USA, 2002): Da ist sie wieder. Meine Schwäche für das niveaulose Popcornkino. Und seit der Szene, in der der russische Türsteher mit kRaSSSSSSSem Akzent sagt „Schick die Schlampen rauf“ –  seitdem stehe ich ein bisschen auf Russen. Ich bin so ein schlichtes Ding.

12. Wilbur wants to kill himself (DK/UK/S/F, 2002): Gesehen, für gut befunden. Seitdem auf der Suche nach der DVD – Angebot versteht sich. Ganz schlimm traurig, ganz schlimm lustig – weinen ist beinahe Pflicht.

13. Frida (USA/MEX/CDN, 2002): Als ich den Film sah, passte alles. Die beste Freundin an der Seite, nur wenige Leute im Kino, andächtige Stille und danach zum Verarbeiten Rotwein und Pizza. Wunderbarer Film über das, was man hat und nicht hat. Danach sieht man die Bilder von Frida Kahlo in einem ganz anderen Licht – und leidet beim Betrachten unter massiver Gänsehaut.

Und da haben wir es. Bei 14. fällt mir nix mehr ein. Ausser:

14. Austin Powers – The spy who shagged me (USA, 1999): Ich weiss, die Filme sind geschmackssache. Aber ich lache über jeden Teil. Und über jede Sekunde. Ich singe nur: „Just the two of us, yaeh yeah!“ Und sage: „Er zahnt!“

Wenn ich was vergessen habe, trage ich nach. So einfach ist das in unserer Welt.

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4 Kommentare zu “Die cineastische Liste einer nicht cineastischen Frau

  1. Na. 13 war wirklich toll -müssen wir nochmal auf DVD gucken!Aber erinnerst Du Dich noch an die merkwürdigen Geräusche, wie während der Kinodudelmusik (also noch bevor der Film begann) zu hören waren? 🙂

  2. Es sollte nicht na. sonder nr. heißen, ich Depp..

  3. Verhurter Dreck! Warum schreibe ich Shawn immer als Shawn, obwohl ich EIGENTLICH weiß, er heißt Shaun, was ja der Witz ist? Dafür hasse ich mich.
    Ansonsten: Yeah! Die, die ich kenne: Großartig. XXX hatte ich auch auf dem Schirm, aber den kann ich einfach nicht so oft sehen. Genau wie „Nur 60 Sekunden“.
    Und: Stirb langsam ist echt groß, die habe ich einfach vergessen. Aber ja, dass kann alles.
    Und allgemein: Danke 🙂

  4. mammamia, das ist ja gruselig ;D

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