Die Eskapistin

Ich leide unter post-adoleszenter Bettverlustangst

Woher man kommt

11 Kommentare

Gestern Abend hatte ich mit einem befreundeten Blogger ein fundamentales Gespräch übers Bloggen. Okay, die haben wir öfter mal, gestern ging es aber besonders um eins: wenn ich mir die Zahlen bei GoogleAnalytics angucke, wundere ich mich oft, woher die ganzen regelmäßigen Leser kommen – und dabei werden noch nicht einmal alle erkannt. Wenn beispielsweise der Tigger aus Graz kommentiert, weiss ich ja, dass er auf der Seite war: nur habe ich dann oftmals keinen Zugriff aus Österreich (und nein, er ist ja zu seinem Leidwesen nicht ständig in Berlin); da scheint jemand, seinen Computer äußerst anonym durch Internet zu bewegen. Das ist ja schon interessant, aber anhand des kleinen Tools kann ich sehen, aus welchen Städten regelmäßige und wiederkehrende Besucher kommen; bei den meisten, die kommentieren, weiss man ja auch, in welcher Stadt sie heimisch sind. Aber wer von Euch hat seinen Computer in Emden stehen? In Leer? In Aurich? In Andernach? In Hamburg? Wer sind die drei Zugriffe am Tag aus Tours? Und wer kommt immer mit „Flasche Pipi Stau“ (wiederholt derselbe Besucher) auf meinen Blog (in dem Fall reicht auch ein anonymes Piep)? Warum lesen einige regelmäßig, sagen aber nie was? Und wer sind die bis zu 15 Leute am Tag, die nach mir googeln? Wenn ihr mind. 20 Übereinstimmungen mit der Liste habt und männlich seid: hej, meldet Euch (Email-Adresse ist im Impressum)!
Nicht, dass ich nun jeden nötigen möchte, zu kommentieren. Nichts läge mir ferner. Aber ich bin doch sooo neugierig!!

Rufen wir die Woche des Plurals an sich aus. Denn heute sagte eine Kundin im Laden zu mir:
„Früher gab es ja auch noch mehr Euro-Shopse.“ Das ist eine Pluralbildung, deren Sinn sich mir nicht erschliesst. Aber Shopse klingt zu lustig. Und sollte gleichzeitg verboten werden.

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11 Kommentare zu “Woher man kommt

  1. Blumen? Welche Blumen? ^^ Aber bevor ich jetzt hier ins Klischée „Ich bin ein Junge/Mann, sowas brauch ich nicht“ verfalle, vielleicht im kommenden Semester… das steht auf der nicht besonders langen Liste der Dinge, die ich für meine Wohnung noch tun könnte.
    Mir drängte sich neulich auch eine Frage auf: Sollen wir uns nicht mal verlinken?

  2. Death, hm? Ein schlechtes Omen, würd ich mal sagen 😉 Aber den Link hab ich trotzdem gemacht.

  3. In Berlin bin ich nie anonym unterwegs – in Graz allerdings schon des öfteren, denn in der Firma trau ich den Leuten zu, die Internet-Verbindungen zu kontrollieren.

    Ne ne, Besucher analysieren mag ich gar nicht, ich verlass mich auf das Gefühl, wer bei mir kommentiert. Da hab ich auch ca. 2 regelmässige Besucher und ein paar mehr, die aus Langeweile vielleicht 1x die Woche auf meine Seite klicken 🙂 Egal!

    Plural: Wie lautet eigentlich der Plural von Plural? Ein paar schöne Beispiele für unregelmäßige Pluralformen: Babies, Öfen, Drehmomentwandler, Straßenzüge, Weltuntergänge.

  4. So, ich oute mich hier jetzt mal… Hab ein paar Mal ein bisschen gelesen da es mir irgendwie gefällt wie du schreibst… ;o)

  5. @ truetigger: das hat auch nichts mit kontrollieren zu tun. manchmal ist es trotzdem extrem spannend, mit welchen begriffen man auf meine seite kommt. ich kann mich beispielsweise nicht daran erinnern, dass ich irgendwann mal über „an den hoden von hinten ziehen“ geschrieben habe. trotzdem einer der toptreffer..

    @ :-: adíós :-: : danke. ein outing führt hier ja glücklicherweise nicht zu irgendwelchen strafen, aber mein neugieriges gemüt liess sich nicht länger klein halten…

  6. Beim Lesen eines Fachbuches bin ich gerade auf eine Pluralform gestoßen, um die man wirklichen streiten kann. Also, in meinem Fachbereich gibt es den Begriff „late talker“. Das sind Kinder, die verspätete mit der Sprachentwicklung beginnen. Nun meine Frage, über die ich rästel. Wenn man diesen Fachbegriff so übernimmt, welche Regel zur Pluralbildung wendet man dann an? also englisch => late talkers oder deutsch => late talker
    Schwierige Sache. Eigentlich ist late talkers ja irgendwie richtig, aber hört sich im Kontext der übrigen deutschen Wörter ziemlich blöd an.

  7. Keine Angst so hab ich dich nicht gefunden, sondern über die Seite von Kesro… Die ist nämlich auf der Seite von meiner besten Freundin verlinkt… ;o)

  8. @ anja: ich tippe auf late talker. werde mich mal erkundigen und dich morgen zur pluralfrau des tages machen.

    @ :-: adios :-: : das wollte ich dir auch nicht unterstellen! um himmels willen!!

  9. Die Pluralbildung ist, wie alles andere auch, der Mode unterworfen. Vor ein paar Monaten sah ich mit einer lieben Freundin „Schlupp vom grünen Stern“ aus der Augsburger Puppenkiste. Als dann innerhalb der Folge die Rede auf die Möglichkeit kam, dass es ja eventuell noch mehrere als nur den einen Schlupp geben könnte, wurden diese nicht etwa „Schlupps“ sondern „Schluppe“ genannt. Die Serie ist gute 20 Jahre alt und ich wette, heute würde der anglo-amerikanische s-Plural das Rennen machen.

  10. Zur allgemeinen Aufklärung mal die grundlegenden Regel zur Pluralbildung bei Substantiven im Deutschen:
    Die Pluralbildung hängt vom Genus des Substantives ab. Je nach Genus wird dann in den meisten Fällen die entsprechende Endung angehängt.
    maskulin => -e (Beispiel: der Hund, die Hunde)
    feminin => -(e)n (Beispiel: die Frau, die Frauen)
    neutrum => -er (Beispiel: das Kind, die Kinder)

    Das Plural -s wird angehängt, wenn keine der anderen Regeln greifen kann.

    Die Pluralform ist gleich, wenn beim Singular schon die Pluralendung vorhanden ist. Also zum Beispiel der Ritter, die Ritter oder das Laster, die Laster.

    Ausnahmen der Bildung müssen einfach gelernt werden 🙂 so ist das eben…Genauso wie mit Rechtschreibregeln.

    Also mein Beispiel mit late talker würde im Deutschen als bleiben. Der late talker, die late talker. Bleibt noch die Frage offen, wie es allgemein mit Übernahmen von englischen Begriffen in die deutsche Fachterminologie ist…Anderes Thema…

  11. Verehrter Senor Juan,
    ihre Meinung bzgl. der Pluralbildung von Schlupp ist mir persönlich Schnupps.

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