Die Eskapistin

Ich leide unter post-adoleszenter Bettverlustangst

Phone Call

7 Kommentare

Ich muss ein Telephongespräch führen. Mit jemandem, mit dem ich noch nie richtig telephoniert habe. Problem: Wie meldet man sich dann, ohne dass es steif und unfreundlich wirkt? Oder zu locker, flapsig, intim? Wie verabschiedet man sich? Was sagt man zum Schluss*? Welchen Tonfall sollte die Stimme haben? Ein Freund von mir hat am Telefon immer eine Stimme, als wolle er seine/n Gegenüber becircen; ein anderer klingt immer, als spräche er durch ein Kissen; und wenn ich mit meinen Mädels telephoniere, dann ist meine Stimme mindestens fünf Oktaven höher und meine Stimme nimmt einen Singsang an (übrigens angeblich typisch Frau).
Als ich am Dienstag das erste Mal mit Kesro telephonierte, war es ganz einfach: sie war mir vom ersten Moment an sympathisch und wir hatten uns gleich sehr viel zu erzählen**. Auch bei offiziellen Sachen ist es eher einfach: man meldet sich mit seinem ganzen Namen. Wenn ich Freunde anrufe, melde ich ich mich meistens nur mit „Hej“ – die moderne Errungenschaft der Nummernübertragung macht es möglich. Ruft mich jemand an und ich sehe die Nummer, wird es meist ebenfalls ein „Hej“, „Ho“ (wenn mich der Witzekasper überkommt), „Jup“ (meistens, wenn ich keine Lust zum telephonieren habe) oder „Ja“ (vor allem bei meinem Bruder, der aber permanent behauptet, er würde das „Ja“ nicht hören).
Zum Schluss wird meistens „Tschüß“ (am Tag), „Bis dann“(tageszeitenunabhängig) oder „Gute Nacht“ (ganz nach Person am Ende der Leitung freundlich, lieb, säuselnd und: am Abend) gesagt; bin ich zickig lege ich auch gerne mal mit einem „Mmh“ auf. Alles langweilig und normal?
Eine interessante Verabschiedung kommt von dem Freund einer Freundin:“Hau rein und lass die Titten klatschen.“

*nicht, dass es so endet wie hier.
** nebenbei stieg die Vorfreude aufs nächste Wochenende.

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7 Kommentare zu “Phone Call

  1. Pfiat di! – bei uns ne gebräuchliche Formel. Interessant: 3 Absätze und Du verschweigst uns, mit wem genau Du reden willst. Klingt aber privat und angespannt genug, um ein aufregendes Date zu werden. 🙂

    Je nach seinem Körperbau kannst Du ihm das mit den Titten klatschen lassen aber auch ans Herz legen *g*

  2. nee, kein date. ulrike und die suche nach dem prinzen im schwarzen vanquish bleibt erhalten.

  3. Hm…telefonieren kann auch Spaß machen? Muss ich mal ausprobieren 😉

    Ich geh immer mit „Jaaa?“ ran und höre mit „Bis dann!“ oder „Ciaoi“ auf. Wobei ich gerade merke, wie tussig sich letzteres anhört..muss ich mal ändern 😉

    Und wo wir gerade beim Prinzen sind….wer war das eigentlich letztens im Combi,mit dem du da warst? 😀

  4. Tehe, um genau solche Gedanken zu vermeiden, hab ich mir ca. 3,5 Sekunden Zeit gelassen, dich zurückzurufen! Was sich ja auch dann als völlig richtig erwiesen hat, alles Grübeln wär völlig unangebracht gewesen! 🙂

    Verabschieden ist bei mir völlig unterschiedlich, ich glaub, ich wiederhole auch oft das, was der andere gesagt hat. Ansonsten ist es oft Schöhöö, Bis dann, oder auch ein englisches, aber chinesisch gefärbtes bye bye (Babbaii). Frag aber nicht, wo das her kommt! 😉

  5. Klatsch die Titten, sagt der 🙂

  6. üblicherweise sage ich einfach nur „ja, hallo?“ wenn ich den hörer abnehme und „tschö“ wenn ich wieder auflege. ganz, ganz, ganz, ganz, ganzganzganz selten (also eigentlich fast nie) ist mein schlussatz auch „das war die klospülung, wieso? …hallo?… HALLO?“ 😉

  7. @ allie: das war kein prinz. das war mein zukünftiger mitbewohner.

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