Die Eskapistin

Ich leide unter post-adoleszenter Bettverlustangst

Nervst mich schwer….

5 Kommentare

Es gibt so Arbeitstage, die sind schon fünf Minuten vor Beginn gelaufen. Der Laden öffnet um 09:30h, ich war heute pünktlich um 09:20h da: Lichter anmachen, Kasse holen, Radio an und was sonst noch so anliegt. Um 09:25h klopft es an der Tür: nicht leise, sondern so richtig dagegenhauend. Ich gehe also extra langsam zur Tür und gucke: Frau mit Kind. Ich öffne die Tür, gucke sie an, folgender Dialog entsteht:

Kundin: „Wieso haben sie noch nicht auf?“
Ich: „Weil es noch nicht halb zehn ist.“
Kundin: „Aber sie sind doch schon da. Dann können sie doch die Tür aufmachen.“
Ich:“Nunja… Ich habe hier auch ein paar Sachen noch vor der Öffnungszeit zu erledigen.“
Kundin, leicht angenervt:“Aber ich muss hier nun noch fünf Minuten vor der Tür warten oder was?“
Ich:“Kommen sie doch nun einfach rein. Und das nächste Mal wissen sie, dass wir erst um halb zehn öffnen.“
Kundin, entschwindet in den Laden:“Aber heute gehts doch auch früher…“

Da weiss man nicht mehr, was man noch sagen soll. Gekauft hat sie dann übrigens Buntstifte für ihre Tochter – also nichts lebensnotwendiges. Und versteht mich nicht falsch: wenn ich um 09:26h fertig bin, mache ich den Laden auf; aber heute, wo ich noch das Lager aufräumen musste, wird es halt halb zehn. Dazu sind Öffnungszeiten da.
Dann, 09:40h, betritt eine Kundin den Laden, Typ Vicky Pollard in 20 Jahren, „kauft ein“, bezahlt ihr 30 Cent-Feuerzeug mit unglaublich viel Kleingeld (ich sag mal so: mehr Kleingeld geht bei 30 Cent nur schwerlich) und legt es nicht auf den Tisch, sondern mir direkt in die Hand – und dann noch so langsam. Ich bin eh nicht der körperlichste Mensch, aber das einige Kunden einem beim Geld geben noch über die Hand streichen müssen: widerlich!!! Und es sind immer diese Menschen, die fettige Haare (nicht im Sinne von strähning, sondern von wie mit Fritierfett gewaschen) und den Geruch diverser Katzen und ihrer Körperflüssigkeiten an sich haben; eigentlich möchte ich auch nicht wissen, wo die vorher ihre Hände hatten. Ich oute mich als Soziophobikerin.
Es ging heute übrigens bis zum Ladenschluss so weiter: es war der Tag, der ungepflegten Kunden, die Körperkontakt suchen. Und dabei ist Kramermarkt erst nächste Woche.

Auch noch passiert:
Kundin:„Kann ich vielleicht zwei Tüten haben? Also eine leere noch dazu.“
Ich:“ Ähmmm….?!“
Kundin:„Ich muss noch zum ALDI und dann muss ich mir da keine Tüte mehr kaufen. Wenn es die hier umsonst gibt…“

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5 Kommentare zu “Nervst mich schwer….

  1. Da weiß ich doch immerhin wieder, warum ich froh sein kann, mit meiner Kundschaft nur telefonisch zu tun zu haben.
    Bei so manchem stellen sich mir schon allein anhand der Stimme sämtliche Nackenhaare auf und ich möchte spontan wieder auflegen. Gut, daß ich die Typen nicht live vor mir stehen habe.
    Du musstest also heute auch arbeiten? Reich‘ mir die Hand, Genossin!

  2. gut zu wissen, dass man mit dem am-wochenende-arbeiten nicht alleine ist… ich vermute aber mal, dass die leute am telephon noch dreister sind?! da müssen sie einem nicht in die augen schauen…

  3. Das klingt fast so, als bräuchtest Du mal wieder Besuch im Laden…

  4. Köstlich! Am liebsten würd ich schon Samstag Morgen kommen und mich zwischen den Regalen verstecken 😉
    Aber was auch immer dir widerfährt, ich versuche, es alles wieder gut zu machen! 🙂

  5. wie gut ich sowas kenne….
    „ist die zeitschrift umsonst?“
    „nein, natürlich nicht!“
    „was heißt natürlich?“
    „kaufen sie ein wörterbuch und keine titten-blätter“
    es gibt nichts, was nicht verrückt genug ist damit menschen es tun.
    halt einfach durch bis wir unser imperium aufbauen

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