Die Eskapistin

Ich leide unter post-adoleszenter Bettverlustangst

Dead Duck II

4 Kommentare

Schwimmen I und II nach dem Tag der toten Ente war merkwürdig. Rückenschwimmen mochten wir kaum; aus Angst, in eine tote Ente zu schwimmen, hatten wir immer die Augen weit auf, begutachteten die Wasseroberfläche misstrauisch und zuckten bei jedem Stück Holz, das uns entgegentrieb, zusammen.
Immerhin habe ich nun eine Erklärung für die tote Ente, denn anstatt etwas für die Uni zu tun oder meine Wohnung aufzuräumen, habe ich mich with a little help from Essen über Welse informiert; sollten wir also in der nächsten Woche von dem Killerwels aus dem Woldsee angegriffen werden, kann ich ihn durch umfangreiches Wissen zu seiner Art beeindrucken:

Der Wels, oder auch Waller, gehört zur Familie der Welsartigen. Er gehört gemeinsam mit dem Stöhr zu den größten Süßwasserfischen in unseren Gefilden und kann bis über 100 Jahre alt werden. Erkennen kann man den heimischen Wels vor allem daran, dass er ein unglaublich breites Maul hat, um das so kleine Barten wachsen (ein sehr lauschiges Bild hierzu hier unter „Bild der Woche“).
Die Welse, die wir beim Fischhändler sehen, sind meist noch unter 1,30m und waren somit Jungtiere. Die älteren Exemplare sind zum einen weitaus größer und zum anderen sehr tranig, was sie nicht unbedingt zu einer Delikatesse macht. Überleben sie also ihre Jungspundphase, werden sie an die 2m lang, wobei man davon ausgeht, dass die ausgewachsenen Exemplare auch drei Meter werden können. Aber warum weiss man nicht genau, wie lang diese unschönen Tiere werden?
Sie leben am liebsten auf dem Grund von Seen oder ruhigen Flüssen, wo sie sich stundenlag in den Schlamm einwühlen können; nur zum Essen verlassen sie dann ihre Schlafstätte und jagen über kleine Fische und Enten bis – angeblich – zu kleinen Hunden alles. Naja, das ist nun vielleicht auch etwas übertrieben: aber da der Wels unglaublich hässlich ist eignet er sich hervorragend für Geschichten über Monsterfische und ist gerne mal schuld, wenn End-Vierzigerinnen ihren kleinen Liebling-Nutten-Fifi aus Versehen im Wasser versenken („Hol mal das Stöckchen… Hups, ja, wo isser denn?“).
Der größte je gefangene Wels wurde in einem Seitenfluß des Po in Italien gefangen: er maß 2,38m und wog 113kg – für die genderLeute: von einer Frau.
Allerdings soll der Wels aus dem Zwischenahner Meer an die 5m lang gewesen sein, in einem Fluß in Ostdeutschland wurde einer mit 3,5 m gesichtet und angeblich werden die Viecher in der Nähe von Atomkraftwerken immer über 2,20m. Klingt fies? Der ekeligste Wels den es gibt, ist aber der Urinalwaller, der wird nur 2 cm und macht sehr fiese Dinge – auch mit Menschen (dafür: hierlang).

Advertisements

4 Kommentare zu “Dead Duck II

  1. Hm…das ist alles sehr merkwürdig. Zum Woldsee kann man doch über die Uni Wechloy fahren oder? Vielleicht haben da ein paar übereifrige Studenten einen Killerwels herangezüchtet! Genmanipuliert!

  2. also lecker sind die.
    und wie man die fängt weiß ich auch.
    allerdings habe ich in der FHM (haha) mal eine ganz neue methode gesehen.
    da stelle sich die menschen in den fluß, suchen die höhlen, greifen rein und versuchen, den wels im mund zu greifen.
    die stecken also die hand bis zur schulter in den fisch, ziehen den raus und versuchen dabei zu überleben. denn die zähne reißen ihnen die arme auf von oben bis unten.
    aber lassen wir das. sonst schwimmst du ja nie mehr.

  3. Hallo Ulrike!

    Also als ehemaliger Angler nur eine kleine Korrektur: es heißt Barteln (die Dinger am Wels)

    Mit klugscheißerischen Grüßen
    Philipp

  4. iiiieh! was für ein gemeiner kerl!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s