Die Eskapistin

Ich leide unter post-adoleszenter Bettverlustangst

Dead Duck

5 Kommentare

Was viele zu Beginn der Saison nicht geglaubt haben, ist eingetreten: Julia und ich schaffen es regelmäßig (2 – 3mal die Woche) morgens um acht in Richtung Woldsee aufzubrechen und dort ein halbes Stündchen zu schwimmen: wir trotzen Kälte (und es ist kalt!), Regen, Spannern, Gewittergrummeln und der Versuchung, doch noch lieber ein halbes Stündchen im warmen Bett zu bleiben. Was uns aber heute das erste Mal aus der Fassung gebracht hat, war – angeregt durch Serien wie Primeval oder Surface, Filme wie Der weisse Hai und Legenden wie dem Riesenwels aus Bad Zwischenahn – eine tote Ente, die im Wasser dümpelte. Schon beim Hereingehen ins Wasser sahen wir überall Federn, die von einem Kampf zu sein schienen. In der Mitte des Sees wurden die Federn plötzlich blutig und meine kurzsichtigen Augen schienen einen blutigen Enten-Hintern* wahrzunehmen. Leicht panisch schwammen wir Küken weiter, um zu merken: „Um aus dem Wasser rauszukommen, müssen wir ja wenden!“ Also zurück, nicht ohne einen großen Bogen um blutige Federn, schwimmende Enten-Hintern und grauenhafte Vorstellungen zu machen. Selten sind wir so schnell zurück geschwommen und als dann mein Fuß völlig unvorbereitet den Boden berührte (eigentlich hätte das Wasser an der Stelle tiefer sein müssen), schrie ich, schrie Julia und in einer Geschwindigkeit, die Franzi van Almsick alle Ehre gemacht hätte, bewegten wir uns in Richtung Ufer. Donnerstag hat der See und wieder – hoffentlich hat der Killer-Urzeit-Wels dann auch die letzten Reste seines Opfers vertilgt.

* „Alle meine Entchen schwimmen auf dem See, schwimmen auf dem See, Köpfchen in das Wasser, Schwänzchen in die Höh‘.“ Also genau so.

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5 Kommentare zu “Dead Duck

  1. da wäre ich gerne zeuge von geworden… auf dem trockenen natürlich.

  2. oh je. ich liebe es in seen, meer etc zu schwimmen, aber wehe ein gedanke kommt auf, was theoretisch alles unter mir sein könnte… arrgh, da packt mich dann auch ne leichte panik.

  3. Bitte bitte.

    Deine Theorien in Ehren, von der Aussage her passt es ja wunderbar, aber die Filme sind nicht die Lösung meines Problems, es hat zumindest nicht „klick“ gemacht. Ich werde weiter grübeln.

  4. brr, da würde ich nie wieder reingehen 😉
    wer weiss, wie gross der übeltäter ist. im berliner schlachtensee wurden diesen sommer auch beinah 1,70m großer welse gesichtet. wenn einen sowas unter wasser streift…

  5. Ich schwimme sehr ungern in Seen. Seitdem ich denken und ins Wasser laufen kann, bin ich mit Seeigeln, Muränen und Konsorten bekannt gemacht worden, damit ich aufpasse. Soweit auch kein Problem. Aber was da im See lauern kann, davon hab ich keine Ahnung und deswegen geh ich auch lieber nicht rein 😉

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