Die Eskapistin

Ich leide unter post-adoleszenter Bettverlustangst

Hier

12 Kommentare

Gestern war einer dieser fast perfekten Abende: in der Stadt mit zwei lieben Freunden sitzen, Eis, laues Lüftchen, die schön angestrahlten alten Häuser der Oldenburger Innenstadt, Live-Musik (eigentlich nicht mein Geschmack, aber irgendwie passt es), ein wenig bummeln, später noch ein Bier und dann – nicht allzu spät – nach Hause, auf dem Sofa bei geöffnetem Fenster liegen, ein wenig mit Freunden chatten, dabei „Crossing Jordan“ gucken und dann müde, aber lächelnd ins Bett – hat man ja auch nicht immer. Gerade als ich den Flur durchquerte, hörte ich die Rettungssanitäter – die gleich um die Ecke ihre Wache haben – hier lang fahren und wunderte mich, dass es so viele sind. Zwei Sekunden später fuhren an der anderen Seite der Wohnung die Feuerwehrautos vorbei.
Als ich heute morgen dann in der NordWestZeitung und im Spiegel diesen Bericht las, wusste ich auch warum. Es ist allgemein bekannt, dass jeden Tag mehr schrechliche Dinge als gute passieren, doch wenn es direkt auf der Autobahn passiert, deren surren man jeden Tag hört, dann ist das was anderes. So surreal. Und schrecklich.

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12 Kommentare zu “Hier

  1. als ich das heute morgen auf spon las, musste ich sofort an dich denken.
    krass finde ich es insofern, als dass es ein tragischer autobahnunfall war, der auf jeder vollen autobahn eben passieren kann.
    das wäre ja wirklich vermeidbar gewesen. und dann gleich so viele menschen…

  2. tippfehler, ich meinte natürlich „kein autobahnunfall, der …“

  3. uff, dann war das ganze ja auch nicht so weit von mir wech
    war nur zu der zeit im kino..
    sowas ist mir echt unbegreiflich

  4. was mich bei solchen tragoedien immer wundert, merken die menschen denn nicht das sie auf der falschen seite fahren? muesste doch auffallen das die leitplanke ploetzlich auf der anderen seite ist. auch im dunkeln. und dann faehrt man doch auf den standstreifen und nicht mit hoher geschwindigkeit noch 8km weiter.
    insofern wuerde ich hier nicht von einem unfall reden, sondern von mord.

  5. Schlimm finde ich die Selbstmörder, di eihrem leben so ein Ende setzen, aber nicht raffen, dass sie (in diesem Fall 4) andere Menschen in den Tod mitreißen. Dann sollen sie sich nen Pfeiler suchen und dagegen fahren…

  6. die nordwestzeitung hat jetzt auch gemeldet, dass der geisterfahrer mit hoher wahrscheinlichkeit selbstmord begehen wollte. ich schliesse mich alena an: dann hätte er sich vor einem baum setzen sollen. aber das leben von vier menschen und deren angehörigen zu zerstören… und jetzt ist er als mörder gestorben.

  7. Was für ein Arschloch

  8. Boah… Ulrike!
    Ich lese mich grad so schön in deinen wundervollen Eintrag ein und dann lande ich bei dieser schrecklichen Geschichte mit diesem Geisterfahrer…

    Alles kann immer so schnell vorbei sein…, hier wird mir das mal wieder klar.

    Ich wünsche dir einen tollen Start in die neue Wochen!
    *drüüüüück*
    TröpfchenGRÜßE an deine Hauswand male

  9. selbstmord zu begehen ist meiner meinung nach weder feige noch unrühmlich, sondern die freiheit eines jeden einzelnen und jeder hat sein recht darauf. andere menschen mit in den tod zu ziehen ist das unfairste und abscheulichste, was man tun kann. solch ein verhalten ekelt mich an. pfui!

  10. Also das würd ich nicht so unterschreiben. Viele Menschen lösen mit ihrem Selbstmord eine Menge Leid aus in Ihrem Umfeld. Sicher hat man im Endeffekt „das Recht“ darauf, aber jeder hat irgendwo mehr oder weniger Verantwortung für andere Menschen und sollte sich das verdammt gut überlegen. Der Begriff Feigheit ist mir ehrlich gesagt auch schon öfter dazu eingefallen…

  11. ich glaube, ich stimme kesro zu. selbstmord bedeutet so unglaublich viel leid für die familien. alleine der versuch ist für die angehörigen ein so furchtbares erlebnis, das sie nicht vergessen können.

    feigheit kommt mir dann auch immer in den kopf. sollte man sich nicht seinen problemen stellen, egal, wie schwerwiegend sie sind? es gibt schliesslich so viele menschen, die gerne weiter leben würden und dann noch jung sterben müssen.

  12. hm, das wort feigheit stösst mir da nur insofern auf, als dass ich nicht glaube, dass es leicht ist, selbstmord zu begehen. vielmehr erfordert es doch eine menge mut, diesen schritt wirklich konsequent durchzuziehen. klar, man stiehlt sich irgendwie aus der verantwortung. aber ich denke,der preis, den man dafür bezahlt, ist verdammt hoch.
    auch wenn es den familien leid bringt, so muss doch jedem die freiheit zu diesem schritt zugestanden werden. denn man kann immer in situationen kommen, in denen ein weiterleben für einen selbst einfach nicht möglich ist und nur dieser schritt bleibt.

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