Die Eskapistin

Ich leide unter post-adoleszenter Bettverlustangst

Haltet Euch fest und trocknet die Augen!

10 Kommentare

Es gibt in der Uni Dinge, die sind mal richtig demütigend – und diese haben nichts mit Wissenschaft und Bildung zu tun. Vielmehr mit meinem bösem Feind dem Alkohol und dem anderen Teil des Duo infernale. Nachdem Kristina heute ihre Examensprüfung in Pädagogik mit 1,0 bestanden hat (hier bitte: Applaus!), köpften wir zur Feier des Tages eine Flasche Prosecco und tranken sie in der Sonne: herrlich, wenn auch mein Gesicht langsam diverse, ungesunde Rottöne in sich vereint. Nachdem diese Flasche nun leer war, konnten wir den Hals nicht voll bekommen – ein Blick auf die Uhr: 15:50h; noch zehn Minuten bis zum Schliessen der Cafeteria. Also hin, Bier kaufen und was passiert uns da unangenehmes, oben angekündigtes? Wir nahmen uns das Bier aus der Kühlung (ja, bei uns in der Uni gibt es auch Bier zu kaufen), gingen zur Kasse und was sagt eine der Angestellten von hinten? „Denen würde ich kein Bier mehr verkaufen, die haben schon eine ordentliche Fahne.“ Absolute Frechheit, seit wann bekommt man von Prosecco eine Fahne? Und seit wann hat die Uni-Cafeteria einen Erziehungsauftrag bei taufrischen Mittzwanzigern?

Habe heute übrigens die Lektüre aller SPIEGEL-Ausgaben von 1952 abgeschlossen. Interessante Dinge stehen da drin, mit der man wohl jede Party aufmischen kann. Beispiele gefällig?

  • Als Queen Elizabeth 1952 zur Königin gekrönt wurde, wollte auch ein Zulu-König ihr eine Freude machen. Im SPIEGEL Nr 7 aus dem Jahr 1952 steht dazu:“Auch der Häuptling der Zulus tat sein Bestes. Er verlieh ihr den höchsten Ehrentitel, den die Zulus für eine Frau zu vergeben haben: N´Dlowokasi (Elefantenkuh).“
  • Ein Lösungsvorschlag für das befürchtete Problem der Überbevölkerung: Eine zweite Erde innerhalb der Sonne (!!!) konstruieren. Nach den Rechnungen des Wissenschaftlers müsste in der Sonne mit 25.000km Abstand von der Aussenhülle menschliches Leben möglich sein.
  • Dass die UdSSR Männer als Frauen verkleidet zu den Olympischen Spielen schickte, ist kein Gerücht und auch keine Erfindung der Macher von Top Secret. Vielmehr schickten sie Hermaphroditen als Sportler hin, die bei den Frauen antraten, aber – wie sich später herausstellte – eindeutig männliche Geschlechtsteile hatten.
  • Wenn Frauen zuviel MännerSport treiben, nehmen die männlichen Hormone in ihrem Körper zu und sie werden zum Mann oder haben den Drang, zum Mann werden zu müssen. Sagte die Wissenschaft. Ich persönlich glaube nun gar nichts mehr.
  • Gute Nacht.

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    10 Kommentare zu “Haltet Euch fest und trocknet die Augen!

    1. szene 1
      (eine kleine privatparty, wahrscheinlich in einer studi-wg. viele nette leute, gutes bier und gute musik. an der südwand des hauptpartyraums hat sich um eine frau eine menschentraube gebildet. sie erzählt etwas, ohne grosse gesten, sehr subtil *hust*.langsam löst sich die menge bis nur noch ein junger mann neben der dame steht.
      er: „wow. du mischt die party ja ganz schön auf mit deinem wissen über spiegelausgaben der 50er jahre. wenn ich dir zuhöre fühle ich mich gleich ganz muckelig. darf ich dir nen prosecco bringen?“
      ausblenden
      🙂

    2. „prosecco lieber nicht mehr. aber vielleicht ein becks?“

      möchtest du sagen, ich könnte leute mit meinen unglaublichen geschichten über die 50er jahre langweilen? nein! bestimmt nicht!!!

    3. nö, das möchte ich nicht sagen, das hab ich auch nicht gemeint. ganz bestimmt hundertundeinprozentig nicht!
      „becks ist auf dem weg. nicht weggehn. ich will noch mehr fußballgeschichten hören“

    4. „ohje, dann wird die nacht aber lang.“ ich merke mir zu meinem unglück ja immer nur unwichtige dinge. skandälchen, tratsch und klatsch.

    5. „das will ich doch hoffen.“ mit klatsch und tratsch kann ich auch dienen, nur ob ich dir das wasser reichen kann weiss ich nicht.

    6. Wenn ich das hier mal anmerken darf: Es gibt in der Mittagspause nichts Enspannenderes als deine Klatsch- und Tratschgeschichten 🙂

    7. … nicht entspannender als lustige geschichten über stumm-science-fiction-filme.

      @ herr wurzelsepp: „herr wurzelsepp! aber locker, das ist hier gerade mal etwas zu viel des lobes…

    8. na gut. wenn du mein lob nicht willst…pöh!… dann mildere ich es eben etwas ab: mit klatsch und tratsch bin ich dir ebenbürtig, aber beim klugscheissern da kannst du mir nicht das wasser reichen.
      „naja ganz so lang muss es ja nicht dauern, muss morgen wieder früh raus“

    9. doch bitte! immer mehr lob! ich übe dann einfach, damit umzugehen!

      und klugscheissen kann niemand so gut wie ein gewisser herr aus oldenburg, den wir alle hassen. glaub mir: der ist ungeschlagen. (notiz an mich: unbedingt mal näher ausführen).

      „früh raus? aber warum denn? trifft man dich auch früh morgens an tristen orten?“

    10. übe, übe. ich helfe da gerne aus. und bitte näher ausführen. den herrn aus oldenburg den wir alle hassen kommt doch aus berne bei oldenburg, also nicht wirklich oldenburg. ich glaube da seid ihr gerade nochmal davongekommen…

      „leider sind die orte manchmal trist an denen man mich treffen kann, egal zu welcher uhrzeit. aber laß uns im hier und jetzt bleiben.während ich hier neben dir sitze und deinen tollen geschichten lausche spüre ich wie blumen um uns herum spriessen und diesen ort weniger trist erscheinen lassen. mit diesen erinnerungen wird mir selbst an den grauesten orten immer die sonne scheinen.danke.“

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