Die Eskapistin

Ich leide unter post-adoleszenter Bettverlustangst

Wie die Sonne durch die Wolken scheint

8 Kommentare

Nachdem die letzte Woche eher dadurch gekennzeichnet war, dass ich meist auf dem schmalen Grat zum WutHeulSchreianfall stand (geraspelter Finger, TeenieMännerProbleme, Stichflamme aus dem Bügeleisen, wenig Schlaf…), sollte sich gestern doch noch irgendwie alles zum Guten wenden – oder alles irgendwie egal sein lassen: Tomte in meiner Heimat; in Leer, dem Norden der Welt.

Die erste Vorband – MSHB – verpasste ich leider, weil der Zug Verspätung hatte. Trotzdem gehe ich mal davon aus, dass sie gut waren – schliesslich spielen zwei meiner Europcar-Arbeitskollegen da mit und die Demos sind ziemlich vielversprechend (und hej! ausserdem wollte Thees sie persönlich als Vorband!!!).

Die zweite Vorband: Pale. Ich hasse Pale. Ich finde die Alben langweilig und irgendwie sind sie mir unsympathisch (diese Information bitte für später merken!). Live gefielen sie mir aber überrschenderweise recht gut.

Danach Tomte. Natürlich mal wieder grandios. Thees witzig, eine gute Mischung aus älteren und neueren Sachen (wenn ich nun auch schon seit mehreren Konzerten darauf warte, dass mein Lieblingslied „Die Nacht, in der ich starb“ gespielt wird), nette Stimmung, wenn auch viele kleine Kinder, die gerade den Pampers entwachsen schienen.

Da wir uns am Rande Deutschlands aufgehalten haben (Leer ist die letzte größere Stadt vor der niederländischen Grenze, wenn man aus Hamburg, Bremen, Oldenburg kommt und weiter nördlich ist dann – ich vernachlässige Emden – gleich das Meer), fuhr kein Zug mehr zurück nach Oldenburg. Also schön mit den üblichen Verdächtigen von früher, plus dem Mann aus Delmenhorst und meinem Bruder, in unsere alte Stammdisko (LIMIT/Ihrhove) bis der erste Zug morgens zurückfuhr (04:42h).

Und nun kommt der Teil des Abends, der zumindest diesen Mann unglaublich eifersüchtig machen wird.
Wir saßen im LIMIT, als neben Pale und Teilen von MSHB auch die Jungs von Tomte aufkreuzten. Ein Bekannter von mir outete sich in kürzester Zeit als Promihure, Thees fand endlich jemanden, der auch eine bemerkenswerte Zahnlücke vorzuweisen hatte (nebenbei bemerkt: mein Bruder), lieh sich Brillen von Menschen aus, Dennis Becker schäkerte mit viel jüngeren Groupies, mein letztes Bier wurde vom Thees bezahlt, der mich daraufhin disste und wir alle tanzten zu wirklich guter Musik.
Und um die Pale-Geschichte nicht vorzuenthalten, bei der ich nicht so gut wegkomme: Holger, der Sänger von Pale, stand plötzlich neben mir. Und was sagte ich ihm? „Ich find´ Eure Alben ja echt sch***e, aber live habt ihr mir doch gefallen.“ Den danach folgenden Wortwechsel möchte ich hier nicht wiederholen, aber ich glaube, er hasst mich nun.

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8 Kommentare zu “Wie die Sonne durch die Wolken scheint

  1. Tomte mag ich!
    Und ich mag die Art wie du schreibst! Ich gehe mit Respekt und Glücksgefühlen und fast immer mit einem Lächeln weg!
    Und für den Satz:“… in Leer, dem Norden der Welt“ liebe ich dich!

    Ich wünsch dir ein Wochenende voller Gummibärchenträume
    Tröpfchen vom Regen

  2. da hast du aber nicht nur einen mann ganz schön eifersüchtig gemacht, liebe ulrike… das war ja mal eine nacht! boah ist das fett! und ich muss mich wiederholen: warum bin ich immer zur falschen zeit am falschen ort auf dieser welt? grmpf!

  3. Ich beneide dich nicht. Tut aber nichts zur Sache. Haben diese Typen dir denn verraten/gezeigt, dass man mit atonaler Musik auch berühmt werden kann? 😉

  4. Das war echt eine grandiose Nacht. Aber die Kopfschmerzen im Zug von Oldenburg nach Delmenhorst waren echt menschenunwürdig.
    Mein Blog-Eintrag – inklusive Foto von Thees mit meiner Brille – folgt morgen Abend. Ich muss unbedingt noch die Miss Norddeutschland Wahl mit in den Eintrag aufnehmen. 😀

  5. @ regentropfen: danke sehr. ich fühle mich mehr als geehrt. dir gute besserung!

    ach lieber herr axel, ich bin sicher, dass es dir gefallen hätte. das nächste mal werden wir die jungs einfach dazu anhalten, irgenwo zwischen nürnberg und oldenburg zu spielen – mit kostenloser anfahrt und kopfschmerztabletten für eric.

  6. da wäre ich sofort dabei, ulrike. ich bringe einen bus mit, schlafsäcke nicht vergessen.

  7. Ja, neidisch bin ich schon.

    Aber Belgien war auch sehr schön. Auch wenn blogger mich gerade keine Fotos hochladen lässt. Von daher hält sich meine Trauer in Grenzen. Ich hatte auch meinen Spaß. Und meine Kopfschmerzen, jaja.

    Beim nächsten Mal bin ich dabei.

  8. Lieber Herr S., blogger lässt Dich nicht nur nicht-Bilder hochladen, sondern auch seit locker einer Woche Deinen RSS-Feed (oder wie das heisst) nicht funktionieren.

    Und an Herrn Axel: YUHU! Das wird eine Freude!

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