Die Eskapistin

Ich leide unter post-adoleszenter Bettverlustangst

Durch die Straßen, durch die Gassen

2 Kommentare

Eine Menge Schlaf und zwei Duschen später muss ich dann doch noch mal näher über eine Veranstaltung berichten, die sowohl geekig, lustigst, spannend und enttäuschend war. Das schlechte, das BÖSE, zu Beginn: Sporthistoriker sind Hohlbirnen. Mir stiegen Tränen der Enttäuschung in die Augen und hätte die liebe Anette mich nicht gerettet.. Wie es mein neuer LieblingsOrchideenHistoriker es weiterhin da ausgehalten hat, ist mir allerdings ein Rätsel. Er sprach auch nicht mehr drüber. Traumatisiert scheint mir.

Ansonsten: die perfekte Mischung aus Urlaub und Arbeit. Wobei Arbeit wirklich übertrieben ist: die Vorträge waren der Hammer und am Donnerstag wurde ich Opfer der gemeinen Hirnlähmung. Nachdem DM (Anselm Doering-Manteuffel) seinen Kommentar abgegeben hatte, wurde mir schwarz vor Augen und meine wissenschaftliche Hybris fiel von mir ab. Nach Kaffee und Frikadellen wurde es aber wieder besser.
Ansonsten: Konstanz ist schön und habe ich mich bisher immer geweigert, dem süddeutschen Raum mit seinen den Blick eingrenzenden Bergen so etwas wie Schönheit zuzusprechen, muss ich mich nun korrigieren: zwar war gerade Meersburg voll mit adipösen Menschen, die versuchten, den Berg hinaufzurollen, aber der Blick auf den Bodensee, die Alpen, dazu die knapp 27/28 °C und der einsetzende Sonnenbrand auf der Nase – das hat nicht jeder; und vor allem: das kann nicht jeder sehen. Die WG und der Gast (gerade schon erwähnt: LieblingsOrchideenHistoriker) hatten einen schönen Tag und die Fotos sind erschreckend: bekannt dafür, nie zu lächeln, lächeln sie alle – glücklich. Eines kann man hier sehen. Wir, die schönste WG des Landes, abends. Leicht betrunken von Wein, Bier und der Aussicht. Ohja, es klingt kitschig und das war es auch. Aber wer nicht ab und zu mal so was erlebt, ist ein Miesepeter. Auf dem Foto fehlt dann jemand. Aber er möchte nicht veröffentlicht werden. Und trotz örtlicher Nähe werde ich nicht noch mal fragen. Miesepeter gibt es doch überall.

Ich habe mich auf die Zehenspitzen gestellt und festgestellt, wie einige sind. Eigentlich wollte ich nur besser sehen, aber dann wurde erkannt. Tja, blöd gelaufen.

Weitere Erkenntnisse: es gibt Menschen ohne Unterlippe. Das sieht komisch aus und das sind sie auch. Sie sind unreflektiert. Und das ist schlimm. Schlimmer noch: nicht mal der eigene blinde Fleck wird erkannt. Und: neue Stammkneipe. Salzbüchlse. Stadtbekannt. Wir.
Osnabrücker: lustig, verwirrt, haben alle ein Telefon (ohne Netz) am Ohr kleben.
Ich bin eine Mama. Nicht nur Katzenmama (er mag mich nur nicht mehr), nein: auch WG-Mama. Jeden Abend für die anderen gekocht. Das ist/sind meine Priorität/en.
Keine Priorität in der Stadt der Gassen: Handynetze. Keins. Nie. Nur in der Schweiz. Da hatte man deutsches Netz. Aber egal. Kommunikation wird eben nicht jedem gegönnt. Vorteil.
Es gibt Restaurants, die wollen nicht mal so scheinen, als seien sie wirklich chinesisch. Sie sind einfach nur.
Die Schweiz riecht nach Fisch. Das war’s. Fürs erste. Ich muss frühstücken. Wir müssen frühstücken.

*The poor groom´s bride is a whore*

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2 Kommentare zu “Durch die Straßen, durch die Gassen

  1. sowis sind genauso. schlimme sache. asta sach ich nur. argghhh

  2. Die sind ja ganz schlimm. Heute wieder gesehen. Buah! Erbärmlichst!

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