Die Eskapistin

Ich leide unter post-adoleszenter Bettverlustangst

Evil Krankenkassenmonster

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08:02h. Telefon klingelt.
„Guten Tag, hier ist Frau XXX von der YYY (Krankenkasse. Gerne würde ich den Namen nennen, aber ich las gestern einen erschreckenden Bericht… Gut, weiter unten).
Ulrike: “Guten MORGEN.“ (Dass ich schon seit mehreren Stunden wach war, musste sie ja nicht erfahren)
XXX: “Ich versuche schon seit Monaten sie telefonisch zu erreichen. Wo sind sie den immer?“
Ulrike: “Ich denke nicht, dass sie das was angeht. Aber gut: Ich bin Studentin. Ich gehe in eine Universität. Ich habe einen Job. Ich gehe arbeiten.“
XXX: “Ja, aber sie sind nie zu erreichen.“
Ulrike: ???? Seit wann bin ich Menschen Rechenschaft über meinen Arbeitstag schuldig? Also „Ich verlasse meist morgens sehr früh das Haus und komme spät wieder.“ Ulrike fühlt sich in die Defensive gedrängt.
XXX: “Gut. Sie sind nicht krankenversichert.“
Ulrike: “Ich weiß.“
XXX:“ Und das finden sie gut?“
Ulrike: “Ähm, nein. Aber wenn sie meinen Barstand hätten, würden sie es sich auch hundertmal überlegen, sich zu versichern.“
XXX: “Bestimmt nicht. Sie sind gesetzlich dazu verpflichtet, sich zu versichern.“
Ulrike: “Joah. Ein Zettel liegt auf meinem Tisch: versichern.“
XXX: “Sie wissen schon, dass sie nachzahlen müssen?“
Ulrike: “Ach, dann bin ich immer noch versichert?“
XXX: “Nein.“
Ulrike: “Aber ich soll trotzdem für die Zeit in der ich nicht versichert bin, nachzahlen?“
XXX: “Ja.“
Ulrike: “Diese Logik erschließt sich mir nicht.“
XXX: “Das sind doch nur 60Euro pro Monat!“ (Bitte! Wie weltfremd kann man sein???“)
Ulrike: “Auch dafür muss ich arbeiten.“
XXX: “Aber wenn Ihnen jetzt was passiert? Das wird teuer für Sie. Sie sind schließlich nicht versichert.“
Ulrike: “Naja, mir ist schon lange nichts passiert. Risiken abwägen…“
XXX: “Das kann ich nicht gutheißen.“ (Meine Mutter, oder was?)
Ulrike. “Ja, das tut mir Leid für Sie. Aber 60Euro. Eine Menge Geld.“
XXX: “Sie müssen nun aber auch nachzahlen für die letzten Monate.“
Ulrike. “Sie sagen mir, wenn mir was passiert, muss ich selber dafür aufkommen. Gleichzeitig sagen sie mir aber, dass ich den Betrag trotzdem nachzahlen muss, aber keinen Versicherungsschutz habe? Ich zahle also für nichts nach?“
PAUSE
XXX: “Wir würden natürlich darüber mit uns reden lassen, dass wir dann doch aufkommen.“
Ulrike: “Reden lassen? Also: Ich zahle nächsten Monat über 200Euro an sie, damit ich die letzten Monate versichert war. Das muss ich, ja?“
XXX: “Ja.“
Ulrike: “Gut, ich werde dieses Geld also zahlen müssen. Trotzdem können sie mir momentan keinen Versicherungsschutz versichern (haha!) und mir nicht zusagen, dass ich trotz der anstehenden Nachzahlung bei Ihnen versichert bin?“
XXX: “Ähm… Ich mache jetzt einfach eine Notiz, dass ich sie belehrt habe.“

Es folgte eine weniger schöne Verabschiedung, eine weitere Belehrung, diese Krankenkasse würde nie Werbung verschicken (ich könnte damit Wände tapezieren!) und ein lautes Hörerknallen meinerseits. Natürlich muss ich mich versichern. Aber wie? In diesem Gespräch gab es übrigens auch einen Teil über Möglichkeiten, meine Versicherung zu finanzieren: Rauchen aufhören (Ich rauche nicht), mehr arbeiten (ach, nächsten Monat noch einen vierten dazu nehmen??), weniger weggehen („Danke, ich trinke zuhause.“ Also auf den Satz bin ich echt Stolz!), Mama und Papa fragen (NEIN!), sparen (Woran? An den Nudeln?). Dann wollte sie noch die Höhe meines Bafögs wissen. „Ich bekomme kein Bafög.“ “Ja, aber dann müssen Ihre Eltern doch genug Geld haben, um sie unterstützen.“ Geht’s eigentlich noch? Und was geht das die Frau an? Es ist nicht so. Es gibt einfach Dinge out of this world.

Nach über sechs Stunden bin ich immer noch mehr als erbost. Achja: Und die Krankenkasse: die wechsele ich.

2. Achja: oben. Böse Sache. Verleumdung und so. Ich nicht. Deshalb XXX – Triple X. „Schick die Schlampen rauf.“

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