Schlagwort-Archive: Anne Schüppe

Das große Warten

Mit solch einem Ausblick kässt sich das Warten natürlich leichter ertragen.

Mit solch einem Ausblick kässt sich das Warten natürlich leichter ertragen.

Unser Büro liegt an einer recht vielbefahrenen Kreuzung. Und laut Lärm-Atlas ist dort auch recht viel los; glücklicherweise höre ich bei geschlossenem Fenster nicht allzuviel davon. Aber ich sehe viel. Und ich sehe ja gern. Besser: Ich beobachte gern. Ich bin einfach so unfassbar neugierig. Weiterlesen

Schreiben

Die Ikea-Tischler und Bundestrainer

Viele meiner Kollegen (nicht arbeitsstellengebunden übrigens) und ich wir hadern häufig mit uns. Jeder Mensch hadert ab und zu mit sich, es sei denn, er leidet unter Dunning-Kruger. Hadern ist also völlig normal. Trotzdem soll es in den folgenden Abschnitten um dieses Gefühl gehen. Weiterlesen

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Ein Eintrag voller Ernsthaftigkeit

Der Mann im Büro sieht mich an. Ich sitze, er steht. Und so kann er all seine Verachtung in die folgenden Worte legen: “Hässliche Frauen sind ja dankbar im Bett”, sagt er und fügt ein “Du weißt, Ulrike” hinten an. Ich, auf meinem kleinen Stuhl sitzend, denke an den Moment am Morgen, als ich ein letztes Mal in den Spiegel blickte und feststelle: “Du könntest besser aussehen, aber es ist okee so.” Das ist für mich immer das Zeichen für den Aufbruch, dann gehe ich zur Arbeit. Wenn ich gerade eben mit mir im Reinen bin. Weiterlesen

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BoomChakaBoomBoom

Ich habe gestern mit einer Freundin Black Swan gesehen. Und manchmal gucke ich auch gerne Dirty Dancing. Nun, diese Filme verbindet prinzipiell nichts miteinander. Außer: Es wird getanzt. Und Tanzfilme: die finde ich gut. In mir steckt eben ein kleines Mädchen, das dann hervorbricht. Allerdings würde ich nie eine Melone hinter einem Mann hertragen. Ich war zuständig für das Obst und Gemüse in einem Supermarkt. Seitdem trage ich kein Obst mehr. Wassermelonen für ein ganzes Leben haben meine Wurstfinger berührt. Weiterlesen

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Der Männerstammtisch

Die Jungs, mit denen ich so meinen Tag verbringe, waren heute ganz euphorisch. Schuld war ein Handballspiel, genauer: eine Spielerin. Irgendein Ding mit langen Beinen und wenig Kleidung, das sich auf Fotos vor allem mit glänzenden Lippen und spärlichen Stofffetzen am Körper zeigte. Sie waren begeistert, die Jungs, die eigentlich schon Männer sind. Manchmal, da vergessen sie sich. Weiterlesen