Es gibt so Lieder, die hört man und man weiss: das kommt auf das Mixtape, auf das Tape für die ganz besondere Person. Es gibt auch so Lieder, die hört man und denkt: “Wenn mir jemand ein Mixtape machen würde und das wäre darauf: dann wüsste ich, er/sie ist der/die Richtige.” Die Frage, die sich aber stellen muss: haben die Mixtapes heute noch den selben Stellenwert wie früher? Ist das Erstellen durch Rohlinge und Brennprogramme nicht irgendwie zu einfach, zu beliebig geworden? Als ich so 16 oder 17 war gab es einen Typen in meinem Leben, der hat soo tolle Mixtapes gemacht: mit selbstgestaltetem Cover und selbstbeklebter Kassette, die Lieder erzählten eine ganz eigene Geschichte und jedes Stück ein Unikat: jeden Mittwoch beim Zeitung austragen habe ich die Stücke gehört und mich unglaublich gefreut. Als dann das Brennen von CDs immer populärer wurde, bekam man eine CD und fand sie dann auch genau so mit genau dem Cover auch noch bei anderen: die Bagatellisierung des Mixtapes. (Schnell war dann auch klar, dass Mixtapes nur seine Masche waren, um Frauen aufzureissen – erbärmlicher Wicht! Von Musik hatte er wahrscheinlich doch keine Ahnung, sondern klaute sich die Stücke von Freunden zusammen, die ihm Empfehlungen gaben….)
Mein Mixtape
Heute beim Durchstöbern meiner Musiksammlung fiel mir dann auf, dass ich mittlerweile alle für mich perfekten Stücke für das perfekte Mixtape hätte. Prinzipiell weiss ich auch, wen ich damit beglücken würde, leider weiss diese Person aber nicht, dass sie damit beglückt werden soll. Aber nun habe ich immerhin das Tape zusammen gestellt und warte nur noch ab – hah!
Seite A*:
1. Wonderwall – Noel Gallagher (Live in der Danford Music Hall, November 2006, 2006)
2. Just Another Lovesong – Kristofer Aström (Loupita, 2004)
3. Better Man – James Morrison (Undiscovered, 2006)
4. Autumn – Paolo Nutini (These Streets, 2006)
5. Wonderful Show – Janove Ottesen (Francis Lonely Nights, 2004)
6. Unintended – Muse (Showbiz, 1999)
7. You Make My World Go Round – Nikola Sarcevic (Lock Sport Krock, 2004)
Seite B:
1. Nicest Thing – Kate Nash (Made of Bricks, 2007)
2. Indefinitely – Travis (The Invisible Band, 2001)
3. The Luckiest – Ben Folds (Rockin´the Suburbs, 2001)
4. Sun In My Eyes – Eskobar (´Til We´re Dead, 2000)
5. Beautiful Freak – Eels (Beautiful Freak, 1996)
6. The Rain Will Come – Rocky Votolato (The Light And The Sound EP, 2003)
7. Accidental Babies – Damien Rice (9, 2006)
* für eine 60 Minuten-Kassette, das Album in Klammern.
Da ist Kate drauf… Das ist schön…
Kate hier, Kate da. Irgendwann muss ich mich wohl auch mal mit dieser Kate beschäftigen.
Also ich hab schon ein “Mixtape” zum Erobern des Herzens einer Frau erstellt – aber es war wie bei Dir nicht als Masche gedacht, sondern als ein “Lern mich über die Musik kennen”. Und natürlich war die CD ein Unikat, ich hab nicht einmal eine Tracklist hier, könnte sie also nicht einmal ein zweites Mal bauen (selbst wenn ich es wollte).
Übrigens, Deine Art, Stimmungen durch Songs auszudrücken, find ich großartig. Schon beim ersten Besuch Deines Blogs bin ich an den Tomte-Zitaten hängengeblieben, und dieses “driven by music” kenn ich von mir ja auch: immer wieder läuft einem ein Song als Soundtrack des Lebens durch den Kopf.
Also ich finde, wir sollten “the nicest thing” tausend mal auf eine Kassette aufnehmen und Mister *** dann einen Kassettenrekorder vor die Tür stellen, der die Kassette abspielt. Damit wäre alles gesagt, denn kein Lied dieser Welt drückt Dich besser aus, oder?
ich hab heute nochmal in der post geschaut, aber die cd ist bei mir noch nicht angekommen. stimmt bestimmt was mit der post nicht…^
also: da ist “accidental babies” drauf. das kann nur ein gutes mixtapes sein.